Mit Vorfreude, Sicherheit und guten Tipps den ersten Schultag meistern

In den kommenden Wochen werden rund 88.800 Taferlklassler ihren ersten Schultag begehen. Eine entsprechende Vorbereitung und Auseinandersetzung mit den bevorstehenden Veränderungen, die der Schulalltag mit sich bringt - nicht nur für das Schulkind selbst sondern auch für die gesamte Familie - ist besonders wichtig. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen.

Mutter verabschiedet zuhause ihren Sohn in den ersten Schultag

Zahlen, Daten und Fakten zum ersten Schultag

In den kommenden Wochen werden rund 88.800 Taferlklassler ihren ersten Schultag begehen. Das ist ein Zuwachs von rund zwei Prozent gegenüber dem vorigen Schuljahr, in dem bereits ebenfalls ein ähnliches Plus zu verzeichnen war. In Wien, NÖ und dem Burgenland starten laut Zahlen des Bildungsministeriums am 6. September rund 37.700 Kinder in den ersten Schultag, in den restlichen Ländern sind es am 13. September dann rund 51.000.

Die meisten Schulanfänger gibt es in Wien (18.200/plus 400), in Niederösterreich kommen rund 16.800 Kinder (plus 200) in die erste Klasse Volksschule, im Burgenland sind es rund 2.700 (plus 100). In der darauffolgenden Woche beginnt dann erstmals auch die Schule für 16.400 Kinder in Oberösterreich (plus 400), 11.900 in der Steiermark (plus 400), 7.600 in Tirol, 5.400 in Salzburg, 5.300 in Kärnten (jeweils unverändert) und 4.400 in Vorarlberg (plus 200).

Eltern können auch heuer ihre Kinder am ersten Schultag begleiten. Voraussetzung für das Betreten des Schulgebäudes ist allerdings (wie für alle externen Personen) ein 3G-Nachweis. Während des Aufenthalts in der Schule ist außerdem durchgehend ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Schulweg-Training: Der sichere Schulweg

Eltern sind gefordert, bereits vor Schulbeginn ihre Kinder auf den täglichen Weg zur Schule und nach Hause bestmöglich vorzubereiten. Der Weg sollte mit dem Kind mehrmals gemeinsam gegangen werden. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten. In folgendem Video sehen Sie, wie Lea gemeinsam mit ihrem Vater den Schulweg übt. Im Video finden Sie hilfreiche Tipps für das beste Schulweg-Training:

Sicherer Schulweg - Smartphone große Gefahr!

Wir sprachen mit dem Landesdirektor des ÖAMTC Oberösterreich Ing. Josef Thurnhofer und ÖAMTC-Verkehrspsychologin Mag. Marion Seidenberger und fragten sie unter anderem nach den größten Gefahren für Kinder im Straßenverkehr, welche Gefahr das Smartphone darstellt und welche Programme der ÖAMTC für Kinder und Volksschulen anbietet.

Weitere Infos und Materialien zum Thema Schulweg

In den ersten Septemberwochen absolvieren wieder zehntausende aufgeregte Taferlklassler und Tafelklasslerinnen ihren ersten Schulweg. Sie müssen, um sicher in die Schule und wieder heim zu kommen, die wichtigen Verkehrs- und Verhaltensregeln im Straßenverkehr beherrschen.

Rechtzeitig vor Schulbeginn sollten Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern den sichersten Schulweg und das richtige Verhalten auf dem Weg in die Bildungseinrichtung üben. Die AUVA und das verkehrspsychologische Institut sicher unterwegs haben dafür acht Videos mit zahlreichen Tipps entwickelt.

Die Pläne unterstützen Eltern bei der Wahl des sichersten Schulwegs für ihre Kinder. Verdeutlicht werden vor allem, auf welcher Straßenseite gegangen werden soll, wo die Fahrbahn am sichersten überquert werden kann und jene Gefahrenstellen, die möglichst zu meiden sind.

Tipps für Eltern und Kinder: Sicherheit am Schulweg lernen und üben. Worauf Kinder am Schulweg achten und was Eltern mit ihnen üben sollen.

Hier finden Sie Geschichten zur Verkehrs-/Mobilitätserziehung, Unterlagen für Lehrerinnen und Lehrer und einen Spielplan. Diese Unterlagen dienen als Lehrmittel für die verbindliche Übung Verkehrserziehung an den Grundschulen.

Tipps für einen gelungenen Schulstart

  • Die meisten Kinder freuen sich auf die Schule und sind bereits im letzten Kindergartenjahr stolz darauf "Schulanfänger" zu sein. Diese Vorfreude sollte erhalten bleiben. Wichtig ist, dass Eltern positiv über die Schule sprechen und Interesse zeigen.
  • Der Tagesablauf eines Schulkindes ändert sich - auf frühes Aufstehen, zeitgerechtes Schlafengehen und genügend Zeit für Hausaufgaben neben den Freizeitaktivitäten sollte Rücksicht genommen werden.
  • Ein kindgerechter Arbeitsplatz für die Hausübungen und Lernzeiten hilft, optimale Lernbedingungen zu schaffen. Auf ausreichende Beleuchtung und wenig Ablenkung achten!
  • Lob und Anerkennung stellen eine wichtige Lernmotivation dar und stärken das notwendige Selbstvertrauen des Schulkindes. Eine Unterschätzung der Kompetenzen und Abwerten der Fähigkeiten des Kindes oder übertriebender Ehrgeiz sollten dabei vermieden werden.
  • In den ersten Wochen und Monaten brauchen Schulanfängerinnen und Schulanfänger noch viel Unterstützung - beispielsweise bei den Hausübungen, beim Halten von Ordnung, beim Ein- und Ausräumen der Schultasche. Ziel sollte sein, das Kind zu einer höchstmöglichen Selbstständigkeit zu erziehen. Das Meistern der Anforderungen in der Schule gelingt meist besser, wenn das Kind schon vorher in der Lage war, kleine Alltagsaufgaben selbstständig zu erledigen (z.B. Kinderzimmer aufräumen, An- und Ausziehen, etc.).
  • Eine weitere wesentliche Veränderung im Gegensatz zum Kindergarten ist, dass an die Schülerinnen und Schüler nun Leistungsanforderungen gestellt werden. Das Befolgen schulischer Verhaltensregeln fordert von den Kindern oft eine stärkere Steuerung der eigenen Impulse und eine höhere Anpassung.
  • Die Einplanung von Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten sind im Schulalltag weniger vorgesehen als im Kindergarten. Darum sollte auf ausreichend Zeit für eigene Interessen und Freunde oder sportliche Aktivitäten geachtet werden.
  • Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf unterstützen das Schulkind beim Lernen.
  • Bedenken Sie auch, dass Lernschwierigkeiten aufgrund von eingeschränkten Sinnesfunktionen entstehen können - beispielsweise bei Seh- oder Hörproblemen.
  • Und zu guter Letzt: Auch wenn die Schule große Bedeutung für die Zukunft hat, sollte dieser Lebensbereich in der Beziehung zum eigenen Kind nicht überbewertet werden. Kinder sollten stehts das Gefühl haben, dass sein eigenes Wohlergehen an erster Stelle steht und nicht seine Leistungen in der Schule.

Quellen:
Bildungsdirektion NÖ/Schulpsychologie-Bildungsberatung
APA/Science