Chancen von Mehrsprachigkeit nutzen

┬ę cp-pictures
┬ę cp-pictures

SprachenAIRleben hie├č es am 4. und 5. Dezember 2013 am Flughafen Graz! Der Einladung des ├ľsterreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrums (├ľSZ) folgten zahlreiche Teilnehmer.

Die Veranstalter hatten ein inhaltlich umfassendes Programm auf die Beine gestellt. Neben der Hauptkonferenz fanden am ersten Tag noch vier weitere Subkonferenzen statt. Die Inhalte reichten vom informellen Sprachenlernen ├╝ber Deutsch als Bildungssprache und dem Kompetenzerwerb im Sprachenunterricht bis hin zur Mehrsprachigkeit in der P├Ądagogenbildung. Je nach Interessen konnten sich die Teilnehmer f├╝r eine Subkonferenz entscheiden.

Wir waren an beiden Tagen in Graz mit dabei und haben die Keynotes sowie die Vortr├Ąge aus Subkonferenz 2 (Kompetenzerwerb im Fremdsprachenunterricht) f├╝r Sie aufgezeichnet.

Muttersprache f├Ârdern und akzeptieren


"Es ist extrem wichtig die Muttersprache zu f├Ârdern und zu akzeptieren. [...] Wir sehen das als Schatz, der genutzt werden muss", so Claudia Appl von der FH Wiener Neustadt zur Bedeutung von Mehrsprachigkeit. Generell sei man in Sachen Mehrsprachigkeit auf einem guten Weg in ├ľsterreich, aber es gebe noch viel zu tun. Bem├Ąngelt wurde unter anderem die Priorisierung von Sprachen - es sollten alle Sprachen gleich viel wert sein. (Bildquelle: cp-pictures)

Franceschini: Mehrsprachigkeit als Reiseziel


Passend zum Veranstaltungsort Flughafen Graz gab Dr. Rita Franceschini (Frei Universit├Ąt Bozen) gleich das Reiseziel vor: Die Mehrsprachigkeit! Sie zeigt die Vorteile auf, die die Mehrsprachigkeit mit sich bringt, stellt jedoch fest, dass es bei den institutionellen Rahmenbedingungen noch hapert. Festgefahrene Einstellungen, eine nicht angepasste Didaktik und mangelnde Motivation von vielen Akteuren hemmen die Entwicklungen.

Krumm: Sprachen unterrichten


Dr. Hans J├╝rgen Krumm (Uni Wien / Institut f├╝r Germanistik) w├Ąhlte f├╝r seine Ausf├╝hrungen den Titel "Wer Sprachen unterrichtet, unterrichtet nicht Sprachen, sondern Menschen, die Sprachen lernen wollen". Er gliedert seine Vortrag in drei Bereiche:

- Mehrsprachigkeit: ein ├Âsterr. Erfolgsgeschichte mit vielen Baustellen

- F├Ârderung der Bildungssprache Deutsch - kein Argument f├╝r Einsprachigkeit

- Lehrkompetenz f├╝r eine mehrsprachige Schule - eine Realutopie.

Terkessidis: Ausblicke auf eine mehrsprachige Gesellschaft


Dr. Mark Terkessidis ist deutscher Journalist, Autor und Migrationsforscher und referierte auf der Tagung ├╝ber die neue Polyglottie (Vielsprachigkeit). Er spricht in seinem Vortrag ├╝ber eine "interkulturelle Alphabetisierung" und sieht die Mehrsprachigkeit als ein Art Befreiung f├╝r das deutschsprachige Europa. Es bedarf aber laut Terkessidis institutionellen Ver├Ąnderungen, um die vorhanden Potenziale auch auszusch├Âpfen. (Bildquelle: cp-pictures)

Grillitsch: BIFIE Begleitforschung


Mag. Maria Grillitsch vom BIFIE Graz pr├Ąsentierte die Ergebnisse der BIFIE-Begleitforschung zur Implementierung der Bildungsstandards. Dazu wurden Schulleiter und Lehrkr├Ąfte der 4. und 8. Schulstufe befragt. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Informiertheit, der Unterst├╝tzungsbedarf sowie die Erfahrungen mit der Ergebnisr├╝ckmeldung.

Steinhuber: Kompetenzorientierter Unterricht an BHS


In den letzten Jahren wurden f├╝r die berufsbildenden h├Âheren Schulen (BHS) Instrumente entwickelt, die kompetenzorientierten Unterricht unterst├╝tzen und begleitend in der Klasse eingesetzt werden k├Ânnen. Mag. Belinda Steinhauser vom Center f├╝r berufsbezogene Sprachen (CEBS) stellt in ihrem Vortrag diese Instrumente vor und erl├Ąutert die dahinterliegenden Zusammenh├Ąnge.