Mehrsprachigkeit zulassen

Um Kinder und ihre Sprachen ging es beim gleichnamigen Symposium, das u.a. von der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und der PH der Diözese Linz veranstaltet wurde. Themen waren die durchgängige Sprachförderung sowie Mehrsprachigkeit im Allgemeinen.

Mitgebrachte Sprachen helfen beim Spracherwerb


Bei der Tagung "Kinder und ihre Sprachen" am 15. Mai drehte sich alles um den Spracherwerb von Kindern und den Stellenwert von Mehrsprachigkeit. Die Muttersprache darf bei Kindern mit Migrationshintergrund nicht verboten werden. Sie hilft dem Kind in vielfältiger Weise und unterstützt auch das Erlernen der deutschen Sprache.

Gombos: Perspektive Mehrsprachigkeit - systemisch betrachtet


Dr. Georg Gombos von der Universität Klagenfurt spricht sich in seinem Vortrag deutlich für die Mehrsprachigkeit aus. Was leider oft übersehen wird ist, dass die mitgebrachten Erstsprachen beim Spracherwerb der deutschen Sprache äußerst dienlich sind. "Der kreative Umgang mit mitgebrachten Kompetenzen und Potentialen ermöglicht eine individuelle sprachliche Entwicklung, bei der alle Sprachen der betreffenden Person profitieren", so Gombos.

Plutzar: Kooperation am Übergang Kindergarten - Volksschule


Dr. Verena Plutzar von der Uni Wien fordert in Sachen umfassender Sprachförderung eine intensivere Zusammenarbeit von Schulen und Kindergärten. An dieser Nahtstelle wird derzeit viel übersehen und der Datenschutz stellt ein großes Problem dar. Wie kann die Zusammenarbeit dennoch funktionieren? Plutzar zeigt ein Pilotprojekt aus Niederösterreich, wie eine gelungene Kooperation aussehen könnte und welche Schwierigkeiten zu meistern waren.

Lengyel: Sprachliche Bildung im Kontext von Mehrsprachigkeit an der Nahtstelle Kita-Schule


Im Zentrum des Vortrags steht das Konzept der durchgängigen Sprachbildung, das im Modellprogramm "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund FörMig" entwickelt wurde, und in dem drei Dimensionen verankert sind: Bildungsbiografie, Themenbereiche und Mehrsprachigkeit. Dr. Drorit Lengyel ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Uni Hamburg.

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