Menschenpflichten - Menschenrechte

Am 10.12.1948 erfolgte die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Resolution der UN-Generalversammlung UN-Doc. 217/A-(III). Das InterAction Council (IAC; Kanzler Dr. Franz Vranitzky war Mitglied) hat als Ergänzung dazu die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten herausgegeben.Auf A ...

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Am 10.12.1948 erfolgte die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Resolution der UN-Generalversammlung UN-Doc. 217/A-(III). Das InterAction Council (IAC; Kanzler Dr. Franz Vranitzky war Mitglied) hat als Ergänzung dazu die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten herausgegeben.
Auf Anregung des ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Takeo FUKADA hat eine Gruppe von ca.30 ehemaligen Staats- und Regierungschefs unter dem Vorsitz des deutschen Altbundeskanzlers Helmut SCHMIDT im InterActionCouncil (IAC) den Entwurf einer „Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten" erarbeitet. Im Oktober 1997 wurde er, ergänzt durch eine Einführung Helmut SCHMIDTs, in der Wochenzeitung „Die ZEIT" der Öffentlichkeit vorgestellt, zudem liegt er auch in Buchform vor. Der Entwurf war ausdrücklich als Ergänzung der Erklärung der Menschenrechte gedacht und sollte nach den Vorstellungen des IAC am 10. Dezember 1998, genau fünfzig Jahre nach deren Deklaration, von der UNO-Vollversammlung angenommen werden. Beide Texte - Rechten und Pflichten - finden sich auf dem Site der Gesellschaft für politische -Aufklärung unter "Archiv". Das entsprechende Dokument heißt "Information 58.pdf". Relevant sind die Seiten 1-10.
Darin findet sich auch der Aufsatz von Reinhold Gärtner "Menschenrechte-Menschenpflichten" S. 3f.), der mit folgendem Zitat schließt: "Gemeinschaft und Moral lassen sich aber nicht verordnen. Die beste Gewährleistung des Friedens ist ein funktionsfähiger Staat, der seinen Bürgern Rechtssicherheit garnatiert, der eine offene, pluralistische Gesellschaft schützt und der versucht, das Konfliktpotential sozialen und ökonomischen Gefälles zu reduzieren. Für einen solchen Staat sind die Menschenrechte nicht etwa ein Sprengsatz, sondern ein Leitstern.".
Diese Texte eignen sich hervorragend als Ergänzung zu staatsphilosophischen Überlegungen, zur Frage nach der Grundlage eines Staatswesens (z.b. Augustinus civ. 4,4: Staaten ohne Gerechtigkeit sind Räuberbanden) bzw. auch um aufzuzeigen, wie sehr in den modernen Errungenschaften der Menschenrechte historische Wurzeln weiterwirken. Viele der Grundlagen der modernen Menschenrechte wurden in der Antike das erste Mal erdacht. Die Themen "Historische Kommunikation" bzw. Themen- und Motivgeschichte lassen sich hier sehr gut bearbeiten bzw. aufzeigen.

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Stichwörter
LLAMenschenpflichten, LLAResPolitica
Anbieter
gfpa.uibk.ac.at
Veröffentlicht am
21.05.2005
Link
https://www.schule.at/portale/latein/unterricht/lektuereunterricht/themenorientierte-lektuere/detail/menschenpflichten-menschenrechte.html
Kostenpflichtig
nein