schule.macht.unterschiede

Das Zentrum für Interreligiöses Lernen, Migrationspädagogik und Mehrsprachigkeit der PH der Diözese Linz lud zum Symposium: schule.macht.unterschiede. Im Mittelpunkt standen Themen wie "Sprachenförderung" oder "Pädagogik der Migrationsgesellschaft".

Beim offiziellen Eröffnungssymposium des Z.I.M.T. haben drei hochkarätige Gastvortragende spannende Ein- und Ausblicke in aktuell relevante Themengebiete gegeben.

Dr. Paul Mecheril: Es bleibt anders. Kämpfe um die (Pädagogik der) Migrationsgesellschaft


Der Schwerpunkt des Forschungsinteresses von Dr. Paul Mecheril liegt im Bereich der Migrationspädagogik. Der Psychologe beschäftigt sich in seinem Vortrag an der PH der Diözese Linz mit der Pädagogik der Migrationsgesellschaft. Mecheril zitiert den Migrationsforscher Stephen Castles mit den Worten: „Wir leben im Zeitalter der Migration“ – er erläutert welche Herausforderungen sich dadurch für die Bildungslandschaft ergeben und welche Ziele verfolgt werden sollten.


"Deutsch lernen ist nicht die zentrale Bildungsaufgabe" - Dr. Paul Mecheril im Gespräch


Wir haben Dr. Paul Mecheril nach seinem Vortrag zum Gespräch gebeten. Welche Aufgaben viel wichtiger sind, als Deutsch zu lernen und wie eine Gesellschaft mit den Herausforderungen und Chancen einer Migrationsgesellschaft im Bildungssektor umgeht, darauf geht der Psychologe im Interview näher ein.


Dr. Inci Dirim: Sprach(en)förderung als dilemmatische Aktivität


Für Schülerinnen und Schüler, die migrationsbedingt mehrsprachig aufgewachsen sind, stellt die nahezu vollständige Einsprachigkeit des österreichischen Bildungssystems eine Barriere dar. Sprachförderprogramme, in denen die Aneignung einer Sprache, z.B. Deutsch, unterstützt wird, ermöglichen einerseits einen Wissenszuwachs in den Sprachen, andererseits werden Kinder durch diese Sprachförderaktivitäten gleichzeitig als die „Anderen“ markiert. In ihrem Vortrag reflektiert Dr. Dirim, ob Sprach(en)förderung ohne faktische und symbolische Ausgrenzung möglich ist.


Interview mit Dr. Inci Dirim: "Sprache ist viel mehr als ein Kommunikationsmittel"


Wir haben mit Frau Dr. Inci Dirim über Mehrsprachigkeit und Sprach(en)förderung an Österreichs Schulen gesprochen. Im Interview erfahren wir, wie Ausgrenzung von Schülern aufgrund von Sprache vermieden werden kann, welche Auswirkungen eine Umsetzung der Forderung, dass in Schulen nur mehr Deutsch gesprochen werden darf, hätte und wie mono-linguale Schüler von bi- oder multilingualen Kindern profitieren können.


DDr. Franz Gmainer-Pranzl: Religionen und die Macht von Differenzen


„Es geht darum den interreligiösen Dialog aus dem exotischen Eck herauszuholen,“ so beginnt DDr. Franz Gmainer-Pranzl seinen Vortrag an der PH der Diözese Linz. Er beschreibt interreligiösen Dialog als keine idyllische Veranstaltung, sondern als gesellschaftskritische und „intersektionale“ Auseinandersetzung. Dieser Dialog betreffe unterschiedliche Aspekte des öffentlichen Lebens, meint der Theologe.

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