JuLit Deutsch


Deutschsprachige Jugendliteratur kompetent rezensiert. Hier finden Sie monatlich neue Buchbesprechungen ausgewählter deutschsprachiger Jugendbücher, die Leselust wecken und als Klassenlektüre geeignet sin - für Sie gelesen und beurteilt von Christian Holzmann.

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  • Monis Jahr

    Wir schreiben das Jahr 1955. Moni ist 10 und kommt in die höhere Schule, wahrlich ein Aufstieg für das Kind aus einfachen Hamburger Verhältnissen. Moni wohnt mit Mutter und Großmutter beengt, aber durchaus glücklich. Fast wäre alles in Ordnung, wenn da nicht der im ... Detailansicht

  • Mama ist gegangen

    Dass die schöne junge Mama stirbt, die immer so viel gelacht hat, ist natürlich ein trauriges Elementarereignis, besonders für die zehnjährige Ulla, die ihre Mama "ungefähr einen Zentimeter mehr liebt" als ihren Papa. Da hilft vorerst kein Trost – nicht durch Papa, nicht durch die beiden älteren ... Detailansicht

  • Heul doch

    Lange Zeit ist nicht ganz klar, ob die Ich-Erzählerin tatsächlich vor zwölf Jahren, als ihr kleiner Bruder starb, vom Vater missbraucht wurde, denn sie ist eine unzuverlässige Berichterstatterin, die mit ihrer Zuhörerschaft spielt. Wenn sie behauptet AIDS zu haben, so is ... Detailansicht

  • Baguette und Erdnussbutter

    Der Erfolg von Susi Morgensterns Büchern hat den Bertelsmann-Verlag offenbar veranlasst, auch ihre älteren Titel herauszubringen. Das vorliegende Buch ist im Original 1992 erschienen, hat aber nichts von seiner Frische und seinem Unterhaltungswert eingebüßt und kommt in meine Liste der lustigen ... Detailansicht

  • Der Mond isst die Sterne auf

    Dies ist die Geschichte der Familie Gülen, die in Berlin lebt. Der Ich-Erzähler Ömer macht gerade sein Abitur, sein Bruder Adnan betreibt ein Lokal, die Mutter sitzt zu Hause, sorgt (sich) um die Familie – und der Vater, Seyfullah Gülen, der in den 60-er Jahren aus Anatolien nach Deutschland ge ... Detailansicht

  • Ti

    Flandern, vermutlich in den 50ern. Ti, der eigentlich Johannes heißt, wurde "mit der Zange geholt", er ist "der Dorftrottel", er kann nicht sprechen, das einzige Wort, das der meist grinsende Junge spricht, ist Ti (in allen Ton- und Gemütslagen). Ti wohnt bei Cordule, aber er schwirrt unentwegt ... Detailansicht

  • Dieda oder Das fremde Kind

    Ursel wird aufs Land geschickt, da die Situation in Wien immer gefährlicher wird. Der Zweite Weltkrieg neigt sich offensichtlich dem Ende zu, Ursels Vater ist Arzt und im Dauereinsatz, Ursels Stiefmutter erwartet ein Kind.Das ist alles zu viel für das kleine Mädchen, noch dazu, wo ... Detailansicht

  • Es gefällt mir auf der Welt

    Dies ist der zweite Band, der uns von Pollekes Leben erzählt; diesmal ist Pollekes Vater Spiek von besonderer Bedeutung, denn er verkommt immer mehr und es ist notwendig, dass er einen Entzug macht - doch er wird nur genommen, wenn jemand aus der Familie, sprich Polleke, dabei ist. Das Buch ende ... Detailansicht

  • Das Glück kommt wie ein Donnerschlag

    Dies ist der dritte Band aus Pollekes Leben – und er ist genauso angenehm zu lesen wie die beiden Vorgänger. Polleke hat Probleme mit ihrem marokkanischen Freund Mimum, der Bauernjunge Tom macht swich dafür schwerfällig an sie heran und Polleke ist nicht ganz abgeneigt, Oma und Opa beten und räs ... Detailansicht

  • Verliebt zwischen Ecke und Elfmeter

    Dies ist der dritte Band mit Markus, der mit seinem Vater Mons alleine lebt, und der nun mittlerweile etwa 14 sein dürfte. Markus ist ein schwächlicher, unsportlicher Junge, der obendrein ein bisschen naiv ist und zum Tagträumen neigt. Sein bester Freund Sigmund hingegen ist nicht nur eine Sport ... Detailansicht

  • Die Zeitzwillinge

    Thomas (15) ist ein Außenseiter. Nach dem Tod des Vaters zieht er mit der Mutter in die Stadt; während sich die Mutter als Fabriksarbeiterin abmüht, versucht Thomas mit seiner vergangenen und gegenwärtigen Geschichte fertig zu werden. Den Vater sieht er verklärt, er will die Wahrheit über ihn ni ... Detailansicht

  • Die Sonnentrinker

    "Eine Integration hat sehr wohl stattgefunden. Für die, die Augen dafür haben." Das Problem, wie so oft, ist, dass die, die nicht sehen können und wollen, auch nichts sehen. Nichts sehen kann Hakans Vater, Rahmi Bey, der vor langer Zeit aus der Türkei eingewandert u ... Detailansicht

  • Besuch aus der Vergangenheit

    Das neueste Buch von Renate Welsh setzt sich mit Vergangenheitsbewältigung auseinander. Eines Tages kommt Lena nach Hause und findet vor der Wohnung eine fremde Frau: Es ist dies Emma Greenburg, die einst in dieser Wohnung gelebt hat, bevor sie vor den Nazis flüchten musste. Die heimkommende Mut ... Detailansicht

  • Die Kopfrechnerin

    Seidels Buch macht vorerst neugierig, beginnt fast wie ein Thriller. Wir schreiben das Jahr 1860; die 15-jährige Chiara Lisa Morelli findet sich plötzlich als Vollwaise wieder und hegt den furchtbaren Verdacht, dass ihre Eltern ermordet worden sind. Sie vermutet, dass ihr Vater an eine ... Detailansicht

  • Bamberts Buch der verschollenen Geschichten

    Der Kolonialwarenhändler Blümcke liest Bambergs Geschichten und stellt fest, "dass Bambert vom unbändigen Willen beseelt war, die schlimmsten Dinge, von denen er wusste, ungeschehen zu machen. In dem kleinen verwachsenen Bambert steckte der große Wunsch, die Welt zu erlösen von ihren eigenen Gra ... Detailansicht

  • Lehrerzimmer

    Keineswegs als Jugendbuch gedacht, möchte ich Orths zweiten Roman dennoch hier rezensieren, da ich davon überzeugt bin, dass auch Jugendliche ihn mit Vergnügen lesen werden. Größer ist das Vergnügen (und auch die Beklemmung) sicher bei Lehrerinnen und Lehrern, denn ... Detailansicht

  • Hinter dunklen Fenstern

    Diesen Tipp verdanke ich einer Schülerin meiner ersten Klasse, eifrige Leserin der "Grusel&Co" - Bücher bei Arena - danke, Ulla. "Hinter dunklen Fenstern" hatte sofort meine Sympathien, weil als Motto eine Zeile aus dem Rondel de l'adieu ("Partir c'est mourir un peu") zitiert wird. Und darum geh ... Detailansicht

  • Kurzer Rock

    Madde ist nach der Schulschlussfeier von zwei Mitschülern vergewaltigt worden; sie zeigt die beiden an und muss nun nicht nur das Trauma der Verhandlung (und einer Berufungsverhandlung) über sich ergehen lassen, sondern die tägliche Hölle, in der sie sich selbst auch immer wieder fragt, ob sie e ... Detailansicht

  • Nicht sprechen, nicht schweigen, nicht gehen, nicht bleiben

    Rinka, die in einem Rechtsanwaltsbüro arbeitet und mit einer Freundin zusammenlebt, ist vergewaltigt worden. Nach außen hin wirkt sie bloß verschlossener, mitunter schwieriger, aber nach innen ist ihre Welt völlig aus den Fugen geraten. Nicht nur ihr Körper scheint ihr plötzlich fremd, auch ihre ... Detailansicht

  • Oskars ganz persönliche Geheimdatei

    Endlich einmal das, was man ein durchaus lustiges Buch nennen kann, und die Kinder meiner 2. Klasse (Buben und Mädchen gleichermaßen) reißen sich darum.
    Oskar (12) will ein berühmter Reporter werden und greift den Ratschlag seines an der Schülerkarriere ziemlich desinteressierten Deutschlehrers ... Detailansicht

  • Von Mädchen und Drachen. Ein Märchenroman

    "Wenn wir nur etwas tun könnten. Mir stinkt das, so aus der Feme zuschauen, quasi von oben herab. Und nicht dreinfahren können, mal so richtig! Unter das blöde Männervolk! Ach, und auch die Weiber sind zum Verzweifeln. So was von gottergeben, wie die Lämmer, die sich brav zur Schlachtbank führen ... Detailansicht

  • Crazy Emma

    Emma ist dreizehn und in der Pubertät, obwohl sie das gar nicht gerne hört. Emma ist aber noch vieles mehr: Sie ist unternehmungslustig, an Buben nur mäßig interessiert, an Hendrik, der sich in sie verliebt hat, schon gar nicht, ehrgeizig-tagträumerisch (sie überredet ihre Eltern, ihr zehn Stund ... Detailansicht

  • Die Farbe des Sommers

    "Die Farbe des Sommers" schildert eine Kleinstadt-Pubertät in den 70er-Jahren, wobei wir uns – laut (Klappen)Text – in den frühen Siebzigern befinden, laut meinen spärlichen Kenntnissen über Weltraumfahrt der Skylab-Absturz, der im Text immer wieder beschworen wird, aber erst Ende der Siebziger ... Detailansicht

  • Knallhart

    Hätte nicht Zoran Drvenkar das Vorwort geschrieben, ich würde meinen, es ist ein Roman von ihm. (Vielleicht ist es eine ungeheure Mystifikation?) Schauplatz Berlin, Handlungsträger Jugendliche, die schon mal einen Bruch machen, sich Bier reinziehen und Drogen transportieren. Dabei ... Detailansicht

  • Kommissar Spaghetti und der Känguruh-Wahnsinn

    Mein Lieblingsdetektiv dazumals war Teffan Tiegelmann, der die vielen Tahnetörtchen verschlang. Ich verschlang seine Abenteuer, und bekam sogar noch als Lehrer einen Dreifachband geschenkt, weil ich so von Tiegelmann schwärmte.
    Glücklicherweise gibt's Serienhelden für alle Altersstufen noch imm ... Detailansicht