Liebe bis aufs Blut. Geschichten über die Eifersucht.


Junge deutsche Autorinnen, bis auf eine alle in den 60er- oder 70er-Jahren geboren, setzen sich höchst unterschiedlich mit dem Thema Eifersucht auseinander. Jenny Erpenbeck und Alissa Walser tun dies eher verinnerlicht, Judith Hermanns Geschichte ist voll leiser Wehmut, Simone Buchholz hat mit ...

 

Junge deutsche Autorinnen, bis auf eine alle in den 60er- oder 70er-Jahren geboren, setzen sich höchst unterschiedlich mit dem Thema Eifersucht auseinander.
Jenny Erpenbeck und Alissa Walser tun dies eher verinnerlicht, Judith Hermanns Geschichte ist voll leiser Wehmut, Simone Buchholz hat mit "Austausch" eine gelungene schwarze Erzählung geliefert, Maike Wetzel, Tanja Dückens, Silvia Szymanski und Alexa Hennig von Lange (wie immer sehr gut) tragen einigermaßen geradlinig erzählte Geschichte bei; Zoë Jennys "Sophies Sommer" ist am ehesten noch als leichte Themenverfehlung zu bezeichnen, so leise kommt die Eifersucht daher.
Allen Autorinnen gelingt es recht gut, die angemessene Sprache zu finden, ohne dabei in einen künstlichen Jugendlichkeitswahn zu verfallen, und auch die Darstellung der Charaktere wirkt plausibel und nachvollziehbar. Das Buch ist ideal für etwas anspruchsvollere jugendliche Leser/-innen, die drauf und dran sind, Jugendliteratur per se hinter sich zu lassen, und die hier versammelten Erfahrungen mit den eigenen vergleichen wollen. Die eine oder andere Geschichte eignet sich bestimmt auch als Diskussionsstoff für den Unterricht.

 

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
01.07.2001
Link
https://www.schule.at/portale/rezensionen/julit-deutsch/detail/liebe-bis-aufs-blut-geschichten-ueber-die-eifersucht.html
Kostenpflichtig
nein