• 15, Jungfrau, Schlampe

    Keine Frage: Das ist ein unterhaltsames Buch, locker, bisweilen sogar zu flapisg im Ton, angehäuft mit Problemen, wie sie vielleicht nicht gerade einer einzigen Person widerfahren, wie sie aber für Jugendliche nicht untypisch sind. Als erwachsener Leser beschleicht mich zwar immer wieder das Gef ... Detailansicht

  • 33 Bogen und ein Teehaus

    Im Iran der 70er-Jahre erlebt Mehrnousch eine privilegierte Kindheit. Sie und ihre drei Geschwister wachsen im Wohlstand auf, die Eltern protestieren ein bisschen gegen den Schah – und erleben ein böses Erwachen, als unter Chomeini das Rad der Zeit in die religiöse Dumpfheit zurückgedreht wird. Detailansicht

  • Abzählen

    Melaschwilis Roman erhielt den Pries für den besten Debutroman 2011, und tatsächlich ist es der jungen georgischen Autorin gelungen, ein schmales, aber unübliches Jugendbuch (für alle Altersstufen eigentlich) zu schreiben. Detailansicht

  • Anders

    Da ist Felix; mit dem scheint alles in Ordnung, bis er an seinem 12. Geburtstag, durch eine Verkettung unglückseliger Umstände, einen Unfall hat und 9 Monate im Koma liegt. Als er wieder erwacht, will er nicht mehr Felix, sondern Anders sein. Detailansicht

  • Besuch aus der Vergangenheit

    Das neueste Buch von Renate Welsh setzt sich mit Vergangenheitsbewältigung auseinander. Eines Tages kommt Lena nach Hause und findet vor der Wohnung eine fremde Frau: Es ist dies Emma Greenburg, die einst in dieser Wohnung gelebt hat, bevor sie vor den Nazis flüchten musste. Die heimkommende Mut ... Detailansicht

  • Bewegliche Ziele

    Deutsches Kaff. Eine Handvoll Jugendlicher. Ette ist der Schurke, Ticker zieht mit. Dann sind da noch Sarah (die sich in Ticker verliebt), Jenny, eher unansehnlich und zu Schützenfeten gezwungen, Momo, die Schwimmmeisterin. Irgendwie ist alles ein bisschen öde, man feiert, raucht sich ein bissch ... Detailansicht

  • Bianca

    Moeyaert hat 2019 den Astrid Lindgren Memorial Award gewonnen und ist schon länger ein Geheimtipp für niederländische KJL (s. Archiv). Dieses schmale Buch stellt uns Bianca (12) vor, die als schwieriges Kind gilt. Detailansicht

  • Blutsbrüder

    Wildenhain macht auf fetzig, nimmt ein Segment und vergröbert es – und gestaltet damit einen spannenden Jugendroman, der ein bisschen in seiner eigenen Philosophie dahinköchelt.
    Darius und Hakan sind Freunde seit der Grundschule und gemeinsam mit Alina, Tomtom u.a. aktiv in der Szene gegen Neon ... Detailansicht

  • Bonsai

    Dies ist gleichsam ein Gegenstück zu Nöstlingers deprimierendem "Andreas oder Die unteren sieben Achtel des Eisbergs." Bonsai heißt natürlich nicht wirklich so, sondern wird von seinen Klassenkameraden "witzigerweise" so genannt, weil er mit seinen 15 Jahren noch immer so klein ist, kleiner als ... Detailansicht

  • Busfahrt mit Kuhn

    Bachs zweites Jugendbuch ("Marsmädchen" erschien 2002) findet sich mit gutem Grund auf der Nominierungsliste zum Deutschen Jugendbuchpreis, denn ihre Geschichte (ihr 'road movie') ist nicht nur inhaltlich mit der richtigen Sparsamkeit erzählt, auch die Form weicht vom üblichen Jugendbuchformat a ... Detailansicht

  • Carolina. Ein knapper Lebenslauf

    Wir verfolgen drei Jahre aus dem Leben der Carolina Rubeschova mit, drei wichtige, prägende Jahre: die vom 13. zum 16. Lebensjahr. Aber eigentlich beginnt die Geschichte früher, mit den Großeltern, der Enteignung des Großvaters, seinem Gefängnisaufenthalt, mit dem Widerstand des Vaters gegen das ... Detailansicht

  • Crazy Emma

    Emma ist dreizehn und in der Pubertät, obwohl sie das gar nicht gerne hört. Emma ist aber noch vieles mehr: Sie ist unternehmungslustig, an Buben nur mäßig interessiert, an Hendrik, der sich in sie verliebt hat, schon gar nicht, ehrgeizig-tagträumerisch (sie überredet ihre Eltern, ihr zehn Stund ... Detailansicht

  • Dann tu's doch

    Schendel stellt sein Honorar für dieses Buch einem Kinderheim in Budapest zur Verfügung, denn ein tristes Budapest ist auch der Schauplatz seines neuen Romans. Zoltán (14) wächst als Halbwaise mit Bruder Peti und der Mutter, die die Familie mit Putzen durchbringt, in einem Plattenbau auf. Eines ... Detailansicht

  • Das Buch von allen Dingen

    Es ist schon erstaunlich, wie es Kuijer gelingt, mit seinen schmalen Büchern das Gefühl zu vermitteln, man sei in ein ganzes Universum eingetaucht, so dicht und fesselnd sind seine Geschichten erzählt.
    Diesmal geht es um Thomas, seine Eltern und seine Schwester; Thomas ist 10 und kann Dinge seh ... Detailansicht

  • Das Orangenmädchen

    Der frühe Tod ist immer für eine Geschichte gut – so auch in diesem Roman. Der fünfzehnjährige Georg hat seinen Vater kaum gekannt; der ist nämlich vor elf Jahren gestorben – doch plötzlich meldet er sich mit einem langen Brief, der eine Geschichte enth& ... Detailansicht

  • Dazwischen: Ich

    Das Schöne am ersten Jugendbuch von Julya Rabinowich ist, dass es trotz notwendiger Verknappung und Polarisierung ausgesprochen authentisch wirkt. Hier wird nicht moralisiert, hier wird nicht auf die westliche Tränendrüse gedrückt. Detailansicht

  • Der Chronist der Winde

    Mankell, allseits bekannt durch seine Wallander-Kriminalromane, hat auch eine Handvoll Jugendbücher geschrieben (siehe Archiv). Auch dieses Buch lässt sich unter Jugendromane einreihen, wenngleich es von Leserinnen und Lesern aller Altersstufen gelesen werden sollte.
    Jos Antonio Maria Vaz, der ... Detailansicht

  • Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Mein zweiter Wortberg – und ein durchaus gelungenes Buch, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert ist. Detailansicht

  • Der mechanische Prinz

    An Steinhöfel werden seit seinem Roman "Die Mitte der Welt" hohe Erwartungen gerichtet – und es würde mich wundern, wenn er sie je wieder so leicht erfüllen kann. Dieses Buch, eine Mischung aus Fantasy und Pubertätsroman, wird es m. E. wieder nicht schaffen, d ... Detailansicht

  • Der Sommer am Ende des Jahrhunderts

    Geda hat einfach eine klare, direkte, unkomplizierte und doch poetische Art des Erzählens, und daher ist das Buch – genauso wie „Im Meer schwimmen Krokodile“ (s. Archiv) – ein Lesevergnügen, auch wenn das nicht der temporeiche Roman ist, sondern vielmehr einer, der wie ein Kindheitssommer ist: Detailansicht

  • Der tunesische Torwart

    Nein, es geht nicht um einen Mitschüler, der aus Tunesien eingewandert ist und sich nur integrieren kann, weil in der norwegischen Jugendfußballmannschaft Großartiges leistet; der tunesische Torwart ist ein Sammelbild, das Symbolcharakter hat – fast so sehr wie die alte Elvis-Platte, die der Gro ... Detailansicht

  • Der Vogelschorsch

    Ich-Erzählerin Lena (14) wohnt in einem idyllischen Dorf in der Nähe von Linz. Detailansicht

  • Die Farbe des Sommers

    "Die Farbe des Sommers" schildert eine Kleinstadt-Pubertät in den 70er-Jahren, wobei wir uns – laut (Klappen)Text – in den frühen Siebzigern befinden, laut meinen spärlichen Kenntnissen über Weltraumfahrt der Skylab-Absturz, der im Text immer wieder beschworen wird, aber erst Ende der Siebziger ... Detailansicht

  • Die glorreichen Rüben: Park-Sheriffs

    Dies ist offensichtlich der erste Band einer neuen Serie von Tscho-Erfinder Mauz, und er hat mit diesem Buch vor allem einer Person ein Denkmal gesetzt: Peter Westenthaler. Der tritt hier sozusagen als Ungustl-Fünftklassler namens Hojatsch auf, der mit zwei etwas unterbelichteten Kumpeln di ... Detailansicht

  • Die Liga der glühenden Herzen

    Dieser Briefwechsel zwischen zwei fast 14-jährigen Buben stammt von einem bekannten norwegischen Autorenduo und ist im Original 1989 erschienen. Diese Tatsache ist es auch, die das Buch einerseits liebenswert altertümlich, andererseits hoffnungslos überaltert erscheinen lässt. Vermutlich wird ei ... Detailansicht