FACHDIDAKTIK TECHNISCHES GESTALTEN/WERKEN - Diplomarbeit

Diplomarbeit Fachdidaktik Technisches Gestalten / Werken an der Universität Bern von Christian Birri, Martin Oberli und Christine Rieder im Mai 2005.

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In ihrer Diplomarbeit „Fachdidaktik Technisches Gestalten / Werken“ an der Universität Bern haben Christian Birri, Martin Oberli und Christine Rieder im Mai 2005 alle wissenschaftlichen Grundlagen des Unterrichtsfaches umfassend und vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zusammengestellt. Die Arbeit ist in einem Zeitraum von 6 (!) Jahren entstanden und liegt in Form eines multimedialen Informations- und Lernsystems auf CD-ROM und im Web vor. Leider stehen nur wenige Bilder der (vergriffenen) CD-ROM im Web zur Verfügung. Wem der Download von Kapiteln und Unterkapiteln zu umständlich ist, der kann die gedruckte Fassung (ISBN 3-9522350-1-6) online zum Preis von CHF 45.00 zuzüglich Porto und Verpackung bestellen.

Mit dieser Arbeit wird ein bedeutender Beitrag zur aktuellen didaktischen Diskussion in einem Fach formuliert, das bislang in einer großen methodischen und inhaltlichen Vielfalt unterrichtet wurde und wird. In der Schweiz kommt noch hinzu, dass Technik- und Textilunterricht zu einem Fach „Technisches Gestalten“ zusammengefasst sind. Die Multiperspektivität des Faches zwischen handwerklicher, kunstpädagogischer und technischer Zielsetzung wird aber von den Autoren ausdrücklich begrüßt.

Die wesentlichen Verdienste der Autoren sind u.a.:

Sie …

• greifen das für das Fach immer wieder vehement geforderte Postulat der Wissenschaftsorientierung auf,

• beschreiben den theoretischen Hintergrund, der dazu dienen kann, den Wert des Fach besser zu begründen und argumentativ vertreten zu können

• zeigen die Komplexität und das Potenzial des Faches auf, um das Fach mit seinem Bildungsgehalt zu positionieren und

• begründen damit eine Fachdidaktik für Technisches Gestalten/ Werken, welche Beliebigkeit und rein subjektive Gewichtungen in Frage stellt.


Die inhaltlichen und methodischen Grundlagen des Faches werden systematisch in vier Bereichen

- Erziehungswissenschaften, Didaktik, Bezugswissenschaften und Infrastruktur – gegliedert und aufbereitet.

Bereits die "Zeitreise" durch die „Fachgeschichte Werken“ spiegelt eine Entwicklung, die immer stark von sozialen, wirtschaftlichen, politischen und weltanschaulichen Einflüssen abhängig war und ist. Dementsprechend haben sich die Bildungsinhalte und damit verbunden die Bezeichnungen des Unterrichtsfaches ständig gewandelt von „Handfertigkeit“, „Knabenhandarbeit“, „Arbeitsschule“, „Werkschaffen“, Technischem Werken“, „Polytechnischem Unterricht“ bis zum „Technikunterricht“. Rasante Veränderungen von gesellschaftlichen Bedürfnissen und technischen Erfordernissen führten immer wieder zu Diskussionen über den Sinn des Faches.

Leider werden in der Diplomarbeit keine Unterrichtsbeispiele geboten. Das hätte ihren Rahmen mit Sicherheit gesprengt. Die Zielsetzung war vielmehr eine Erfassung aller pädagogischen, didaktischen und historischen Gesichtspunkte als Begründung für die Unterrichtspraxis. E.M.

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
fdtg.ch
Veröffentlicht am
01.08.2008
Link
https://www.schule.at/portale/werken-technisch/rahmen-bedingungen/fachkonzepte/detail/fachdidaktik-technisches-gestaltenwerken-diplomarbeit-von-cbirri-moberli-u-crieder-univers.html
Kostenpflichtig
nein