Alle guten Dinge sind drei - Gedanken zum Ende von BEZIEHUNGSweise

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"Da sieht man, dass etwas passiert in der Schule, das merkt man sonst als Außenstehende ja nicht", sagte eine Freundin zu mir, nachdem sie einen Jahresbericht der OÖ BetreuungslehrerInnen gelesen hatte.

Das war der Beginn der Überlegung, ob wir nicht den Jahresbericht erweitern und als Zeitschrift für alle OÖ Schulen herausgeben sollten.

Genau zu diesem Zeitpunkt bekam ich eine Ausgabe der "Welt der Frau" und ich dachte mir: So eine Zeitschrift sollte es sein: ermutigend, selbstbewusst, informativ. Und sie soll Potentiale aufspüren - wenn ich die "Welt der Frau" lese, bleibt bei mir der Eindruck: Ein gelungenes Leben ist möglich, auch wenn der Weg dorthin manche Herausforderungen birgt.

So habe ich einen mutigen Schritt gemacht und habe Christine Haiden, Chefredakteurin der "Welt der Frau", eine Mail geschrieben, ihr meine Idee vorgetragen und sie um ein Gespräch gebeten. Ihre sofortige Zusage, viele wichtige Hinweise und ein prägender Satz: "Sie sind doch eine mutige, selbstbewusste Gruppe" waren eine wichtige Unterstützung am Anfang, ein Schritt von der Idee in Richtung Projekt.

Ideen können tatsächlich Wirklichkeit werden: Heute - fünf Jahre danach - gibt es drei Ausgaben von BEZIEHUNGSweise. Doch alle guten Dinge sind drei - die dritte Ausgabe ist zugleich die letzte. Wie so vieles scheiterte es leider an der Finanzierung.

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Wir kümmern uns um gute Beziehungen in der Schule

Dabei ist es eine geniale Idee: kümmern wir uns um gute Beziehungen in der Schule. Das würde - vergleichsweise - wenig Kosten verursachen und sehr viele positive Veränderungen im sozial-emotionalen Bereich der Schulen, aber auch in den Lern- und Leistungsergebnissen bringen. Gute Beziehungen sind die Grundlage von erfolgreichem Lernen! Eine Zeitschrift allein kann das natürlich nicht umsetzen, aber sie kann Impulse geben, Themen aufgreifen, Menschen ermutigen … Dass dies gelungen ist, zeigen viele positive Rückmeldungen, die folgende bringt es auf den Punkt: " … Die Beiträge spiegeln für mich diese positive Sichtweise auf das Kind, dem Beziehungsgeschehen und den Möglichkeiten, die dadurch im schulischen Kontext gegeben sind - u.a. durch die Arbeit von BetreuungslehrerInnen, wider. Durch BEZIEHUNGSweise wird dieser Beitrag offensichtlich und kommunizierbar - ich denke ein ganz, ganz wichtiger Beitrag zur einem Perspektivenwechsel auf unterschiedlichen Ebenen des Schulgeschehens - eben im Sinne eines "Gestaltungsgeistes (Frischmann)."

BEZIEHUNGSweise ist in den Schulen gut angekommen - zumindest bei jenen, die es gelesen haben. Immer wieder haben wir positive Rückmeldungen zum Inhalt, aber auch zum ansprechenden Layout bekommen. Mehrere KollegInnen haben gesagt, das Heft liege auf ihrem Schreibtisch, immer wieder schauen sie nach.
Realistischerweise vermute ich aber auch, dass manches Exemplar in den Stößen im Konferenzzimmer verschwunden ist, bevor der Inhalt in den Hirnen und Herzen der dort arbeitenden Menschen angekommen ist, ja vielleicht sogar bevor das Heft überhaupt wahr genommen worden ist. Hier hätte es vielleicht mehr Lobbying von öffentlicher Seite gebraucht.

Umso positiver war für mich die Zusammenarbeit mit der Education Group. Vom ersten Gespräch an habe ich erlebt, dass die Idee von BEZIEHUNGSweise hier angekommen und unterstützt worden ist. So war BEZIEHUNGSweise jetzt über ein Jahr prominent platziert auf der Startseite von schule.at und edugroup.at mit einer breiten Auswahl von Artikeln aus den drei Ausgaben. Diese online-Version hat gezeigt, dass die Artikel gelesen und die Inhalte positiv bewertet werden. In diesem Zusammenhang möchte ich mich besonders bei Caroline Schwarz und Cornelia Pointner für die kompetente, unbürokratische und freundliche Zusammenarbeit bedanken.

Ich möchte mich aber auch bei all jenen bedanken, die durch ihre Artikeln, ihren Gedanken und Ideen ermöglicht haben, dass BEZIEHUNGSweise Einblick in das schulische Geschehen geben konnte. Durch sie haben wir gezeigt: Da tut sich tatsächlich was an unseren Schulen!
Uns allen wünsche ich Mut, Kraft und Humor, die Schule weiterhin positiv zu gestalten.

    


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