Mathe-Zentralmatura: Änderungen greifen bereits am 8. Mai

© dan_alto/iStock/Getty Images Plus
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Bildungsminister Heinz Faßmann sagt den schlechten Noten bei der Mathe-Zentralmatura den Kampf an. Kürzere und verständlichere Angaben, mehr Chancen auf Punkte, eine veränderte Zeiteinteilung und eine "Rettungsmöglichkeit" beim Punkteschlüssel sollen die Ergebnisse verbessern.

Die schlechten Ergebnisse der Mathematik Zentralmatura im Jahr 2018 haben Bildungsminister Heinz Faßmann dazu veranlasst, die Reifeprüfung zu überarbeiten. 2018 war rund jeder 5. Schüler bei der schriftlichen Prüfung gescheitert, an den BHS war es bisher das schlechteste Ergebnis und an den AHS hat es doppelt so viele Nicht Genügend gegeben als im Jahr 2017.

  • Kürzer und verständlicher: Da die Aufgabenstellungen für viele Schülerinnen und Schüler zu komplex waren, bemüht man sich nun um eine kürzere und verständlichere Formulierung.
  • Multiple-Choice-Aufgaben: Früher mussten Multiple-Choice-Aufgaben vollständig gelöst werden, ansonsten wurde die Aufgabe mit 0 Punkten gewertet. In Zukunft sollen teilweise richtige Antworten auch zählen.
  • Geänderte Zeiteinteilung: An den AHS hatte man bisher zwei Stunden für den leichteren Grundlagenteil (24 Punkte) und weitere zwei Stunden für den schwierigeren Prüfungsteil (24 Punkte). Künftig gibt es beide Teile gleich zu Beginn der Prüfung.
  • Punktevergabe: Bisher musste man in beiden Teilen mindestens 16 Punkte erreichen (mit der Möglichkeit von Bonuspunkten im 2. Teil). Nun sollen auch 24 Punkte aus beiden Teilen für ein Genügend reichen.
  • Lehrkräfte stehen für Fragen zur Verfügung: In Zukunft sollen sowohl ein Fachlehrer als auch der Klassenlehrer am Beginn der Prüfung anwesend sein, um allgemeine Fragen zu beantworten.

Bildungsminister Heinz Faßmann betont, dass die Prüfungen inhaltlich nicht einfacher werden, aber verständlicher. Gelten sollen die Maßnahmen bereits beim nächsten Maturatermin am 8. Mai.

Zufrieden mit den Änderungen bei der Mathematik-Zentralmatura zeigt sich Bundesschulsprecher Timo Steyer. "Besonders die bessere Textverständlichkeit, die Veränderung der Punktevergabe und die Flexibilisierung des Zeitmanagements bewirken eine echte Verbesserung für die Schülerinnen und Schüler", so Steyer in einer Aussendung. Dazu habe man wesentlich beigetragen.

Quelle: APA Science

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