Die zwanghafte Suche nach ständigem Glück

© Thinkstock/iStock
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Am 30.11.2015 lud das Institut Suchprävention in die Linzer Redoutensäle, um sich auf die Suche nach dem Glück zu machen und dessen Verbindung zum Konsum psychoaktiver Substanzen herzustellen. Referent war der Philosoph Dr. Wilhelm Schmid - er warnt vor der Maximierung von Glück.

Wilhelm Schmid: Kein Glück ohne Unglück


Der Philosoph und Bestsellerautor Wilhelm Schmid ist dem Glück auf der Spur. Was verstehen wir unter Glück? Was hat der Konsum psychoaktiver Substanzen mit der Suche nach Glück zu tun?

 

Schmid kritisiert die Suche nach dem ständigen Glück und das unbedingte und zwanghafte Vermeiden vom Unglücklich sein. Glücklichsein ist jedoch mit dem Unglücklichsein untrennbar verbunden. Schmid spricht von einer Realitätswelt und einer Möglichkeitswelt - Menschen die den Wechsel zwischen Wunsch und Wirklichkeit nicht schaffen, sind eher gefährdet, durch Drogen der Realität zu entfliehen. Und es müssen nicht immer nur die harten Drogen sein - auch Alltagsdrogen wie bspw. Alkohol, Schokolade oder Sex spielen hier eine Rolle.

 

Auf dem Weg zum Glück liegt die Suche nach dem Sinn - wer seinem Leben Sinn gibt, braucht das Glück nicht mehr lange zu suchen!

Wilhelm Schmid: "Auch das Glück muss sich erholen können"


Im Interview mit dem Philosophen Dr. Wilhelm Schmid erfahren Sie, wieso es wichtig ist, auch mal unglücklich zu sein und wie wir mit unseren Möglichkeiten und unserer Wirklichkeit umgehen sollen. "Wir müssen grundsätzlich einsehen, es gibt Möglichkeiten und es gibt Wirklichkeit und wir dürfen beide Ebenen nicht miteinander verwechseln. [...] Jede Wirklichkeit ist unendlich viel begrenzter als unsere Möglichkeiten", betont Schmid. Auf der Suche nach dem Glück rutschen Menschen immer wieder in Süchte ab - wie kann man hier entgegenwirken? Und was macht ein Philosoph, wenn er unglücklich ist? Das erfahren Sie im Interview!

Fragerunde Wilhelm Schmid: "Sucht und die Suche nach Glück"


Im Anschluss des Vortrags zum Thema "Sucht und die Suche nach Glück" hatte das Publikum noch die Gelegenheit dem Philosophen Wilhelm Schmid Fragen zu stellen.

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