Besserer Jugendschutz für Schülerlaptops ab sofort übertragbar

Nicht altersgerechte Inhalte wie Gewalt, Extremismus oder Pornografie sollen auch außerhalb des Schulnetzwerkes blockiert werden. Die zentral vom Bildungsministerium bereitgestellten Jugendschutzeinstellungen können seit Ende März auf Schülerlaptops und -tablets übertragen werden. 

Schüler arbeiten an Laptop und Tablet

Aktualisierung bis Ende April 

Mehr als 600.000 Laptops und Tablets sind seit dem Beginn der Digitalisierungsinitiative 2020 Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt worden, die Eltern müssen nur 25 Prozent Selbstbehalt zahlen. Sie alle sollen “schnellstmöglich", also bis Ende April auf die neuen, zentral vom Bildungsministerium bereitgestellten Datenschutzeinstellungen aktualisiert werden. Dadurch blockieren die Geräte auch außerhalb des Schulnetzwerks Apps und Websites mit radikalen, verstörenden, sexistischen oder pornografischen Inhalten. Eltern werden von der jeweiligen Schule über den konkreten Ablauf informiert. 

Automatisierter Konfigurationsservice

Für die Aktualisierung können die Schulen einen teilweise automatisierten Konfigurationsservice des Bildungsressorts nutzen. Mit Stand 1. April haben dies bereits 14 Prozent der Mittel- und Sonderschulen bzw. AHS-Unterstufen getan. Dazu kommt eine derzeit nicht bekannte Zahl an Schulen, die die Konfiguration über die Geräteverwaltung (Mobile Device Management, MDM) selbstständig durchgeführt haben. 

Individuelle Einstellungen

Eltern können beim neuen Jugendschutzkonzept einzelne Schutzfunktionen wie Webfilter oder App-Installation individuell aktivieren oder deaktivieren, entweder über das Bildungsportal oder nach Vorgaben der Schule. Zusätzlich können sie über lokale Administratorenrechte weiterreichende Schutzsoftware installieren, etwa um die Bildschirmzeit zu kontrollieren und begrenzen. Umgekehrt gibt es für Eltern, die mit den vorgeschlagenen Webfiltern nicht einverstanden sind, eine Opt-out-Lösung. 

Grundverwaltung bleibt bei der Schule

Schon bisher konnten Eltern auf den Geräten eigene Filtersoftware installieren. In der Praxis hat das aber immer wieder für Kompatibilitätsprobleme gesorgt. Im neuen Modell bleibt die Grundverwaltung der Geräte immer bei der Schule. Dadurch kann der Rechner bei Komplikationen über das Schul-Administratoren-Kennwort entsperrt oder im Notfall - etwa wenn Eltern ihr Kennwort vergessen haben - in den Startzustand zurückversetzt werden.

“Verantwortung der Kinder und Eltern”

Das Bildungsministerium empfiehlt den Eltern, mit den Kindern Regeln zu vereinbaren und sie aktiv bei der Nutzung von Laptop oder Tablet zu begleiten, etwa indem man immer wieder im Browserverlauf die besuchten Seiten anschaut. "Bitte beachten Sie, dass keine technische Lösung unfehlbar ist oder die Verantwortung der Kinder und Eltern für den verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien ersetzt", so der Appell im Elternbrief.

APA Science