Bildung bleibt Schwerpunkt im Doppelbudget

Trotz der notwendigen Sanierung der Staatsfinanzen steigt das Budget für die schulische Bildung im Jahr 2027 auf 13,12 Milliarden Euro. Das geht aus den Budgetunterlagen der Bundesregierung hervor. In seiner Budgetrede betonte Finanzminister Markus Marterbauer zudem mehrere bildungspolitische Schwerpunkte, die von der Sprachförderung über die Elementarpädagogik bis hin zur Digitalisierung reichen. Für Schulen zeichnet sich damit eine Fortsetzung zentraler Maßnahmen ab.

Budget für Bildung wächst

Die Untergliederung 30 Bildung umfasst die Ausgaben des Bundes für Schulen, Lehrpersonal, Bildungsverwaltung, Pädagogische Hochschulen sowie weitere Bildungsaufgaben. Für 2027 sind dafür insgesamt 13,12 Milliarden Euro vorgesehen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um rund 319 Millionen Euro. Die Bundesregierung setzt damit trotz des allgemeinen Sparkurses weiterhin auf Investitionen in zentrale Bereiche des Bildungswesens.

Sprachförderung und Chancenbonus

Zu den Schwerpunkten zählt weiterhin die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf. In seiner Budgetrede verwies Finanzminister Marterbauer auf den Ausbau der Deutschförderung sowie den Chancenbonus für Schulen mit herausfordernden Rahmenbedingungen. Beide Maßnahmen sollen auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Bildungschancen spielen.

Lehrkräftemangel bleibt Thema

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Gewinnung und Ausbildung von Lehrkräften. Die Budgetunterlagen nennen die Attraktivierung der Lehrerbildung, den Ausbau von Ausbildungswegen für Quereinsteiger sowie Verbesserungen für Schulleitungen als zentrale Vorhaben. Damit reagiert die Bundesregierung auf den anhaltenden Bedarf an qualifizierten Lehrkräften an vielen Schulstandorten.

Mehr Unterstützung im Schulalltag

Vorgesehen ist außerdem ein weiterer Ausbau der psychosozialen Unterstützung an Schulen. Genannt werden Maßnahmen zur Stärkung der Inklusion, zusätzliche Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler sowie Initiativen zur Gewaltprävention. Auch administratives und sozialpädagogisches Unterstützungspersonal soll Schulen künftig stärker entlasten.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Die Digitalisierung bleibt ein wichtiges Zukunftsthema. In den Budgetunterlagen werden die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen und gezielte Innovationsmaßnahmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz als Vorhaben für die kommenden Jahre genannt. Lehrkräfte sollen dabei verstärkt durch Fortbildungsangebote unterstützt werden.

Elementarpädagogik gewinnt an Bedeutung

Auch die Elementarpädagogik wird in den Budgetunterlagen als Schwerpunktbereich ausgewiesen. Geplant sind zusätzliche Ausbildungsplätze sowie die Vorbereitung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres im Rahmen einer neuen Vereinbarung zwischen Bund und Ländern. Damit soll die frühkindliche Bildung weiter gestärkt werden.

Budget Teilheft 30 “Bildung”