Bildungsminister über das Corona-Schuljahr

Bei einem Rückblick auf das vergangene Schuljahr verwies Bildungsminister Heinz Faßmann auf diverse Aktivitäten des Ministeriums, um einen sicheren Schulbetrieb zu gewährleisten.

BM Faßmann

So seien unter anderem mobile Ärzteteams zur raschen Abklärung von Verdachtsfällen eingezogen, flächendeckende Testungen für Kinder geschaffen und Impfangebote für LehrerInnen erstellt worden. Faßmann strich hervor, dass die Testungen wesentlich dazu beigetragen haben, die dritte Infektionswelle zu brechen, weil damit auch zahlreiche Eltern erreicht worden sind, die sich sonst nicht hätten testen lassen. 

„Wir haben in der Zeit vieles versucht, um die Schule gesundheitspolitisch abzusichern. Wir haben uns vom Bildungsministerium auch eingemischt, denn manches war mir ein klein wenig zu passiv.“

 

Das nächste Schuljahr soll mit einer „Sicherheitsphase“ beginnen

 Zu Schulbeginn sollen alle getestet werden: SchülerInnen, LehrerInnen, Verwaltungspersonal. Damit sollen infizierte ReiserückkehrerInnen ausgeschlossen werden. Ob danach weiterhin regelmäßig getestet werden muss, ist noch unklar. Das hänge von der Infektionslage ab. Das gleiche gilt auch für das Tragen von Masken. 

 

Im August will der Minister weitere Maßnahmen bekannt geben

Zum Thema Testen meinte Faßmann, er könne sich einen Mix aus Antigentests und PCR-Tests vorstellen: Zwar seien PCR-Tests genauer, aber von der Logistik her um einiges aufwändiger und auch nicht so gut angenommen. Antigentests seien eher akzeptiert und auch einfacher zu machen. Faßmann kann sich auch regional unterschiedliche Tests vorstellen, entsprechende Maßnahmen werden derzeit mit dem Gesundheitsministerium besprochen. Eher zurückhaltend war Faßmann bei der Maskenpflicht. Einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) haben zwei Drittel der Eltern das durchgehende Maskentragen in Schulen als große Belastung für ihre Kinder empfunden. Daher soll es auch hier entsprechende Diskussionen mit dem dafür zuständigen Gesundheitsministerium geben. 

 

Eine Impfplicht für LehrerInnen ist für Minister Faßmann derzeit kein Thema

Ein Alleingang nur bei LehrerInnenn könne er sich nicht vorstellen. Allerdings will er unter Zuhilfenahme des Gesundheitsministeriums herausfinden, wie die Impfquote unter der Lehrerschaft derzeit aussieht. 

Beim Thema Luftreiniger gibt es auch noch immer keine Entscheidung. Hier will Faßmann mit UmweltmedizinerInnen, SchulerhalterInnen und der Bundesimmobiliengesellschaft BIG Gespräche führen. Hier müsse man überzeugt sein, dass diese Luftreiniger helfen, denn das sei eine teure Maßnahme, so der Bildungsminister abschließend. 

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