Holocaust-Erinnerung im Unterricht

Zeitzeugnis für kommende Generationen
Die Zahl der Menschen, die den Holocaust selbst erlebt haben und ihre Geschichte an Schulen erzählen können, nimmt unaufhaltsam ab. Digitale Bildungsangebote gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. „Benno's Light“ wurde entwickelt, um die Erinnerungen eines Zeitzeugen dauerhaft zugänglich zu machen und Schülerinnen und Schülern auch künftig eine persönliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zu ermöglichen. Dabei verbindet das Projekt historische Quellen, Originalaufnahmen und moderne Visualisierungen zu einem interaktiven Lernerlebnis.
Kostenlos im Unterricht einsetzbar
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Schulen und Bildungseinrichtungen. Es kann kostenlos genutzt werden und funktioniert sowohl mit Virtual-Reality-Headsets als auch direkt im Webbrowser auf einem herkömmlichen Computer. Dadurch lässt sich das Projekt ohne spezielle technische Ausstattung in den Unterricht integrieren und eignet sich insbesondere für Geschichte, Politische Bildung sowie Ethik und Religion.
Digitale Technologien als Chance
Entwickelt wurde „Benno's Light“ von der Claims Conference gemeinsam mit dem französischen Studio makemepulse. Ziel ist es, moderne Technologien dort einzusetzen, wo klassische Zeitzeugengespräche künftig nicht mehr möglich sein werden. Die immersive Darstellung soll dabei nicht spektakulär wirken, sondern das Verständnis für historische Zusammenhänge fördern und junge Menschen emotional wie inhaltlich ansprechen.
Erinnerung lebendig halten
Digitale Angebote können persönliche Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht ersetzen. Sie können jedoch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass deren Erfahrungen auch in Zukunft im Unterricht präsent bleiben. Projekte wie „Benno's Light“ zeigen, wie digitale Medien die historisch-politische Bildung sinnvoll ergänzen und Erinnerungskultur für junge Menschen zugänglich machen können.