MINT im Startruck

Ein Lastwagen mit ausgefahrenem Obergeschoss, zwei Ebenen voller Technik: So präsentierte sich der Startruck am JKU-Campus in Linz. Das mobile Angebot tourt in den kommenden Monaten durch Oberösterreich und kann von Schulen kostenlos gebucht werden. Im Mittelpunkt steht nicht eine Show, sondern ein gut strukturierter Lernort auf Zeit, der MINT-Themen dort erlebbar macht, wo sie für Lehrkräfte am meisten bringen: direkt vor der Schule.

© Cityfoto/ DIE PELZLS

 

Ein Lernort direkt vor der Schule

Für Lehrkräfte ist der Startruck vor allem als außerschulischer Lernort im Schulalltag interessant. Statt aufwendiger Organisation externer Exkursionen kommt die Lernumgebung an den Standort, inklusive Technik, Stationen und Betreuung. Das Format eignet sich für Projekttage, Schwerpunktwochen, Berufsorientierung oder als praxisnahe Vertiefung im Unterricht, besonders dann, wenn abstrakte Inhalte greifbar werden sollen.

Fünf Erlebniswelten, ein klarer Ablauf

Im Erdgeschoss warten fünf MINT-Erlebniswelten, die Technik und Anwendungen in einem strukturierten Ablauf vermitteln: Einführung, Aufgabenstellung, Hands-on-Arbeit und Ergebnissicherung. Inhaltlich geht es um kollaborative Robotik, Künstliche Intelligenz, Vernetzung, Sensorik sowie Material- und Werkstofftechnologie. Damit lassen sich Themen wie Datenkompetenz, Automatisierung, Technikverständnis und Problemlösen unmittelbar mit Unterrichtsinhalten verknüpfen.

Workshops als didaktische Vertiefung

Im Obergeschoss werden die Impulse aus den Stationen in Workshops vertieft. Angeboten werden Formate wie Coding, Data Science mit KI, Design Thinking sowie ein interaktiver Blick auf den Innovationsstandort Oberösterreich. Für Lehrkräfte ist das der entscheidende Mehrwert: Der Besuch bleibt nicht beim Staunen stehen, sondern führt ins aktive Arbeiten, in Teamprozesse und in reflektierte Ergebnisse, die sich im Anschluss im Unterricht aufgreifen lassen.

Berufsorientierung mit regionalem Bezug

Der Startruck richtet sich an Schülerinnen und Schüler in der Berufserkundungsphase, ist aber auch für Übergänge in Ausbildung und Arbeitswelt gedacht. Für Schulen ist das besonders dort relevant, wo Berufsorientierung mehr sein soll als Informationsmaterial: Jugendliche sehen Technologien, Tätigkeiten und Anwendungsfelder, die in Oberösterreich tatsächlich gebraucht werden. Begleitend können nach dem Besuch weitere Informationen und regionale Anknüpfungspunkte über die Join-MINT-Plattform genutzt werden.