Music@NOW – Musikunterricht neu gedacht: kreativ, lebendig und für alle Schulstufen

Stellen Sie sich vor, Taylor Swift und Antonín Dvořák treffen sich in einem Wiener Klassenzimmer…
…was vor zwei Jahren als innovatives Unterrichtsprojekt für die Sekundarstufe begann, hat sich inzwischen zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt: Music@NOW begeistert heute nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder in der Volksschule – und sogar im Kindergarten.

musikalische Grafik mit folgendem Text: Mehr Musik im Klassenzimmer, Materialien, Vorbereitungen, Impulse, kompetenzorientiert und kostenlos

Ein Projekt, das Musik erlebbar macht

Music@NOW verfolgt ein klares Ziel: Klassische Musik aus ihrem oft als „verstaubt“ empfundenen Kontext zu lösen und sie in die Lebenswelt der Schüler:innen zu holen. Über mehrere Module hinweg tauchen Lernende aktiv in musikalische Prozesse ein. Sie analysieren, vergleichen, gestalten und performen – und entdecken dabei ganz neue Zugänge zu Musik.

Neu seit Herbst: Eine speziell entwickelte Primarstufen-Version bringt dieses Konzept nun auch jüngeren Kindern näher – spielerisch, kreativ und altersgerecht.

Was Music@NOW besonders macht, ist die konsequente Verbindung von Musikgeschichte mit der Lebensrealität junger Menschen. Wenn klassische Werke mit aktuellen Songs in Beziehung gesetzt werden, entsteht ein Zugang, der neugierig macht und nachhaltiges Verstehen ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei nicht zum Konsumieren angehalten, sondern sie gestalten ihren eigenen musikalischen Lernprozess mit. Genau darin liegt die große pädagogische Stärke dieses Ansatzes.

Matthias Strolz , Bildungsexperte

Von der Sekundarstufe bis in den Kindergarten

Die Erweiterung des Projekts zeigt eindrucksvoll, wie flexibel das Konzept ist:

Sekundarstufe (bewährt und weiterentwickelt)
Vier aufeinander abgestimmte Module führen Schüler:innen durch eine spannende Reise zwischen Klassik und Gegenwart. Dabei entstehen Mashups, Choreografien und
kreative Eigenproduktionen.

Volksschule (neu und äußerst beliebt)
Die neue Version für jüngere Kinder setzt auf niederschwellige, praxisnahe Zugänge:

  • spielerisches Entdecken von Musik
  • Bewegung und Rhythmus
  • gemeinsames Musizieren
  • erste kreative Gestaltungsschritte

Besonders hervorzuheben:
Primarstufen-Modul 3: Musizieren mit Boomwhackers
Hier wird der Klassenraum zum Klangkörper: Farben, Rhythmus und Bewegung verschmelzen zu einem gemeinsamen musikalischen Erlebnis, das Kinder sofort begeistert. Um Musik wirklich begreifen zu können, werden Motive aus den Werken von Antonín Dvořák und Taylor Swift in diesem Modul bewusst vereinfacht und so aufbereitet, dass direkt musiziert werden kann. Die Schüler:innen lernen die Musik nicht nur hörend, sondern aktiv spielend und singend kennen, wodurch ein unmittelbarer Zugang entsteht. Im Unterricht zeigt sich schnell, wie motivierend dieser Ansatz ist: Die Kinder sind von Beginn an aktiv beteiligt und können die erarbeiteten Motive nicht nur ausführen, sondern auch in den Originalstücken wiedererkennen. Auch Lehrpersonen ohne vertiefte musikalische Ausbildung können ins praktische Tun kommen: Video- und Audio-Elemente unterstützen beim eigenständigen Erlernen, ganz ohne Notenkenntnisse. Das gewählte Instrumentarium, insbesondere die Boomwhackers, erweist sich dabei als ideal, da die farbcodierten Klangröhren intuitiv spielbar sind und Kinder unmittelbar ansprechen. So wird es möglich, unabhängig von musikalischen Vorkenntnissen oder fachfremdem Unterricht, tatsächlich mit der Klasse zu musizieren.

Sogar im Kindergarten angekommen
Die adaptierbare Struktur der Volksschul-Module macht es möglich: Auch Kindergärten greifen das Konzept bereits auf und integrieren einzelne Elemente in ihren Alltag. So wird musikalische Bildung früh, spielerisch und ganzheitlich erfahrbar.

Musik ist eine universelle Sprache, die Brücken zwischen den Menschen baut. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, zeigt Music@Now eindrucksvoll, wie Kultur als Werkzeug für Verständnis und Frieden eingesetzt werden kann. Es ist unsere Aufgabe, diese Initiativen zu fördern und die Kraft der Musik für eine bessere Zukunft zu nutzen.

Heinrich Himmer , Nationalratsabgeordneter & ehem. Bildungsdirektor Wien

Hinweis zum Einsatz in der Praxis: Die Module müssen nicht unbedingt hintereinander durchgeführt werden, sie sind auch einzeln bearbeitbar - sie sind etwa jeweils mind. 1 Unterrichtseinheit lang.
 

International gedacht: Materialien jetzt auch auf Englisch

Ein weiterer Meilenstein: Sowohl die Version für die Sekundarstufe als auch jene für die Volksschule stehen mittlerweile auch in englischer Sprache zum Download bereit.
Das eröffnet neue Möglichkeiten:

  • Einsatz im bilingualen Unterricht
  • Nutzung in internationalen Schulkontexten
  • Förderung sprachlicher und musikalischer Kompetenzen gleichzeitig

Musik ist gerade für Kinder, die Bildung ausschließlich im Kindergarten und später in der Schule angeboten bekommen, der ideale Einstieg zur Freude am Lernen. Das Talent zum Musizieren ist unabhängig von der Herkunft. Das gibt benachteiligten Kindern die Chance, berechtigte Anerkennung in der Gruppe zu bekommen. Der Zugang zur Musikbildung von „Music@ Now“ ist genau deshalb ideal und barrierefrei.

Norbert Zimmermann , Vorstandsvorsitzender der Berndorf Privatstiftung & MEGABildungsstiftung

Digitale Tools & kreative Freiheit

Music@NOW kombiniert analoge und digitale Methoden auf besonders gelungene Weise, wie Musikproduktion mit intuitiven Tools, Videoarbeit und kreative Inszenierung oder die Reflexion und Präsentation eigener Werke. Dabei entstehen nicht nur musikalische Ergebnisse – sondern auch Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und Ausdruckskompetenz.

Voraussetzungen:

  • Internetzugang
  • Vorhandensein von technischem Equipment (PC, Tablet oder Smartphone)
  • Räumlichkeiten zum Einstudieren einer Choreographie

Tools & Unterrichtsmittel

  • Song „Cosmopolita“ – ClassiXX@NOW
  • BandLab
  • CapCut
  • Anleitungen und Arbeitsblätter (auch für digitale Werkzeuge)

Für mich zeigt Music@NOW sehr überzeugend, wie Musikunterricht heute funktionieren kann: zugänglich, kreativ und gleichzeitig inhaltlich fundiert. Besonders stark finde ich, dass die Materialien an die unterschiedlichen musikalischen Hintergründe der Schüler:innen anknüpfen und diese mit vielfältigen kulturellen Perspektiven verbinden. Dadurch wird gemeinsames Musizieren auch ohne große Vorkenntnisse möglich - und Unterricht entsteht, der nicht nur Inhalte vermittelt, sondern echten Austausch und aktive Beteiligung fördert.

Reanne Leuning , stellv. Vorsitzende der Kreativwirtschaft Austria

Fazit

Music@NOW ist mehr als nur ein Musikprojekt – es ist eine Brücke zwischen den Generationen und den musikalischen Epochen. Durch die innovative Verbindung von klassischer und moderner Musik wird den Schüler:innen eine spannende und unterhaltsame Möglichkeit geboten, sich mit Musik auseinanderzusetzen und dabei wichtige gesellschaftliche und emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Nutzen Sie die digitalen Tools, um den Unterricht noch lebendiger und abwechslungsreicher, sowie fächerübergreifend zu gestalten. Lassen Sie uns gemeinsam die Magie von „Cosmopolita“ erleben und die Türen zur Welt der Musik weit öffnen! Ob in der Sekundarstufe, der Volksschule oder sogar im Kindergarten – Music@NOW zeigt, wie Musik Brücken bauen kann: zwischen Generationen, Stilen und Ausdrucksformen. Probieren Sie es aus. Lassen Sie Ihre Schüler:innen gestalten, entdecken und staunen.

www.musicatnow.com


Über die Autor:innen

Lena Hirschfeld studierte Lehramt an der KPH Wien mit Schwerpunkt Musik und Deutsch. Derzeit ist sie Lehrerin für Musiktheorie, Klavier, Vocal Coaching, Chor und Musical an einer Wiener Musikmittelschule und ist Klassenvorständin einer Musikklasse. Neben den Musikstunden in den Schwerpunktklassen unterrichtet sie auch Regelklassen und kennt den Bedarf an zeitgemäßen Unterrichtsmaterialien für das Fach Musik.

Christoph Schöndorfer ist Lehrer für Geographie & wirtschaftliche Bildung, Geschichte und Politische Bildung, sowie Digitale Grundbildung an einer Wiener Mittelschule im 15. Bezirk. Durch die Herausforderung beim Unterrichten von fachfremden Inhalten konnte er schon viele wertvolle Erfahrungen mit dem Unterrichtsfach Musik sammeln und weiß um die Hindernisse aber auch Chancen des modernen Musikunterrichts in der Sekundarstufe I.