Sechsjährige Volksschule: Mehr als 40 Schulen wollen Modell ausprobieren

Wiederkehr: “Starkes Signal”
Bis 16. Oktober konnten sich Schulen für den Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule anmelden, nun liegen die Zahlen vor: Mehr als 40 Schulen wollen ab dem nächsten oder übernächsten Schuljahr mit dabei sein - ein “starkes Signal”, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr in einer Aussendung: "Es zeigt, dass viele Pädagoginnen und Pädagogen bereit sind, neue Wege zu gehen und die Bildung für unsere Kinder weiterzuentwickeln."
Fünf Standorte auswählen
Nun sollen die Schulen im Rahmen von Informationsabenden vor Ort über das Projekt informieren und offene Fragen klären. Denn für den Schulversuch ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte im Schulpartnerschaftsgremium notwendig. Das Ministerium will dann zunächst fünf Volksschulen mit passenden Kooperationsschulen in drei Bundesländern für einen Start des Schulversuchs 2027/28 gewinnen.
“Informiertere Entscheidung”
Derzeit dauert die Volksschule in Österreich vier Jahre. Mit zehn Jahren müssen sich die Kinder zwischen Mittelschule und AHS-Unterstufe entscheiden. Das ist im internationalen Vergleich relativ früh. Eine Aufteilung erst mit zwölf soll den Schülerinnen und Schülern zwei zusätzliche Jahre bringen, um in vertrauter Lernumgebung ihre Stärken zu entwickeln. Ein späterer Wechsel und sanfterer Übergang soll außerdem Druck herausnehmen und eine "informiertere" Entscheidung über den weiteren Schulweg ermöglichen, so Wiederkehr bei der Präsentation der Pläne für den Schulversuch.
Quelle: APA Science