Willow im Klassenzimmer
Kino als Ausgangspunkt für Lernen
Der Film liefert zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht in der Volksschule. Die Themenvielfalt eignet sich besonders gut für eine pädagogische Vor- und Nachbereitung. An der Volksschule Altenberg wurde genau das umgesetzt. Statt den Film nur zu besprechen, wurde er zum Ausgangspunkt für einen intensiven Workshop mit echten Profis aus der Filmbranche.
Ein Blick hinter die Filmkulissen
Herstellungsleiter Ole Wilken gab Einblicke in die Entstehung des Films. Er erklärte, welche Schritte notwendig sind, um einen Kinofilm zu realisieren, und beantwortete die Fragen der Kinder. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Organisation, Teamarbeit und die vielen Berufe, die an einer Produktion beteiligt sind.
Warum solche Erfahrungen wichtig sind
Direktorin Agnes Buttinger initiierte den Workshop bewusst für die Volksschule. Gerade in dieser prägenden Phase werden Interessen und Talente sichtbar und können gezielt gefördert werden. Der direkte Austausch mit Filmschaffenden eröffnet neue Perspektiven und zeigt Kindern, wie vielfältig kreative Berufe sein können.
Kultur, auch Filmkultur ist so etwas wie Seelennahrung. Sie fördert die Fantasie und Kreativität und damit auch unsere Menschlichkeit. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Film Willow stellt sich gegen eine Art von Konsumismus und inspiriert dazu, selbst tätig zu werden. Das unterstützt die sogenannten "Futureskills", die unsere Kinder brauchen werden.
Kostüme, Figuren und Details
Besonderes Interesse weckte die Figur des Grimoire. Kostümbildnerin Monika Buttinger erklärte den Entstehungsprozess des Kostüms und zeigte, welche Materialien verwendet werden. Auch praktische Fragen standen im Mittelpunkt. Wie lange dauert es, ein Kostüm anzulegen? Worauf müssen Schauspieler:innen achten? Diese Einblicke machten deutlich, wie viel Detailarbeit hinter einzelnen Figuren steckt.
Betreuung von Kindern am Filmset
Ein oft wenig bekannter Bereich wurde durch die on set Pädagogin Lena Deisenberger sichtbar. Sie begleitet Kinder bei Dreharbeiten, sorgt für ihr Wohlbefinden und vermittelt zwischen Filmteam und jungen Darsteller:innen. Damit wird sichergestellt, dass die Anforderungen am Set altersgerecht bleiben und die Kinder gut betreut sind.
Vom Drehbuch zur eigenen Idee
Drehbuchautor Samuel Deisenberger zeigte, wie Geschichten für den Film entstehen. Er erklärte den Aufbau eines Drehbuchs und arbeitete mit den Kindern an eigenen kleinen Szenen. So konnten die Schüler:innen selbst kreativ werden und erste Erfahrungen im Schreiben von Filmgeschichten sammeln.
Ein solcher Blick hinter die Kulissen macht deutlich, wie viel Teamarbeit, Planung und Kreativität in einem Film steckt. Gleichzeitig werden Themen aus dem Unterricht lebendig und greifbar. Für die Kinder bleibt vor allem eines in Erinnerung: Kino ist nicht nur zum Anschauen da, sondern kann auch selbst gestaltet werden.