58.600 Anmeldungen für Sommerschule

42.800 Kinder und Jugendliche sind heuer freiwillig für die Sommerschule in den letzten beiden Ferienwochen angemeldet, 15.700 müssen wegen fehlender oder mangelnder Deutschkenntnisse teilnehmen. Im Vorjahr haben lediglich 41.100 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. 

Schülerinnen und Schüler in einer Klasse

Pflicht bei mangelnden Deutschkenntnissen

Bei der Sommerschule zeichnet sich wegen der geänderten Rahmenbedingungen ein neuer Rekord ab: Ab heuer ist die Teilnahme für jene Kinder verpflichtend, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse am ersten Tag des Sommersemesters eine Deutschförderklasse besuchen oder erst im Sommersemester als außerordentliche Schüler aufgenommen wurden. Das waren laut Zahlen des Ministeriums ursprünglich 16.100 Kinder. Die Diskrepanz zu den 15.700 angemeldeten ergibt sich durch jene Kinder, die mittlerweile nicht mehr den außerordentlichen Status tragen bzw. weggezogen sind. Schülerinnen und Schüler, die freiwillig die Sommerschule besuchen, werden hingegen von ihren Eltern angemeldet. Insgesamt wird an 923 Standorten unterrichtet (2025: 780).

BundeslandAnmeldungen zur Sommerschuledavon verpflichtet
Wien15.7005.700
Niederösterreich11.1001.400
Oberösterreich8.0002.400
Steiermark7.8001.500
Tirol5.4001.000
Kärnten4.200700
Vorarlberg3.000700
Salzburg2.100700
Burgenland1.300300

Lehrverpflichtung scheinbar nicht nötig

Durch die vorgeschriebene Teilnahme an der Sommerschule hat das Bildungsministerium mit mehr Anmeldungen gerechnet und daher eine Verpflichtung für Lehrkräfte zum Unterricht an der Sommerschule ins Spiel gebracht, falls sich nicht genug Pädagoginnen und Pädagogen freiwillig melden sollten. Das dürfte vermutlich nicht nötig sein. Statt wie im Vorjahr 5.600 haben sich 7.000 Personen gemeldet, die an einer Sommerschule unterrichten wollen. Davon sind 4.900 aktive Lehrkräfte (2025: 4.100) und 2.100 vor allem Lehramtsstudierende oder auch Pensionistinnen und Pensionisten (2025: 1.600). Davon werden rund 4.500 auch zum Einsatz kommen.

Lernhilfe und Förderung

Ursprünglich war die Sommerschule 2020 eingeführt worden, um Kinder und Jugendliche mit coronabedingten Lernrückständen beim Lernen zu unterstützen. Seit 2022 steht das Angebot auch Schülerinnen und Schülern mit besonderen Interessen und Begabungen offen. 

Quelle: APA Science