Chancenbonus: Ressourcen für zahlreiche OÖ Schulen

Ab dem kommenden Schuljahr erhalten österreichweit 400 Schulen zusätzliche Ressourcen durch den sogenannten Chancenbonus. Ziel ist es, Standorte mit besonders herausfordernden Rahmenbedingungen gezielt zu unterstützen. Auch Oberösterreich zählt zu den Bundesländern, die stark von dieser Maßnahme profitieren.

Oberösterreich mit 59 Chancenbonus-Schulen

Insgesamt 59 Volks- und Mittelschulen in Oberösterreich werden ab Herbst zusätzliche personelle Unterstützung erhalten. Damit gehört das Bundesland neben Wien und der Steiermark zu den Regionen mit besonders vielen Standorten in den unteren sozioökonomischen Kategorien. Diese Einteilung basiert auf Faktoren wie Bildungsstand, Einkommen und Erwerbssituation der Eltern sowie der Alltagssprache der Kinder.

Linz als zentraler Schwerpunkt

Ein klarer Schwerpunkt liegt in der Landeshauptstadt Linz. Hier profitieren 24 Schulen vom Chancenbonus, das entspricht rund 40 Prozent der Volks- und Mittelschulen vor Ort. Die zusätzlichen Ressourcen sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo viele Kinder mit erschwerten Lernvoraussetzungen starten. Schulen können etwa zusätzliche Lehrkräfte, Schulsozialarbeit oder psychologische Unterstützung beantragen.

Wels mit hoher Dichte an Förderstandorten

Auch Wels sticht hervor: Mit 12 Chancenbonus-Schulen weist die Stadt trotz deutlich geringerer Schülerzahlen eine besonders hohe Dichte auf. Rund zwei Drittel der Volks- und Mittelschulen in Wels erhalten damit zusätzliche Unterstützung. Das zeigt, wie stark sich soziale Faktoren regional konzentrieren können.

Mehr Personal für gezielte Förderung

Insgesamt werden österreichweit rund 800 zusätzliche Planstellen geschaffen. Diese können flexibel eingesetzt werden, etwa für individuelle Förderung, soziale Betreuung oder innovative pädagogische Angebote. Ergänzend sind Vernetzungsmaßnahmen zwischen Schulen sowie externe Beratung vorgesehen, um die Schulentwicklung nachhaltig zu stärken.

Chancengerechtigkeit im Mittelpunkt

Der Chancenbonus reagiert auf deutliche Leistungsunterschiede zwischen Schulen mit unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen. Studien zeigen, dass Kinder an Standorten mit vielen bildungsbenachteiligten Familien im Schnitt deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen. Durch gezielte Unterstützung sollen Motivation, Wohlbefinden und Lernerfolg verbessert werden.

Österreichweiter Blick auf die Verteilung

Im bundesweiten Vergleich zeigt sich eine klare Konzentration der Chancenbonus-Schulen in den großen Ballungsräumen. Mit Abstand am stärksten profitiert Wien, wo 228 Volks- und Mittelschulen zusätzliche Ressourcen erhalten. Dahinter folgen die Steiermark mit einem klaren Schwerpunkt in Graz sowie Oberösterreich. In Graz etwa werden 32 Schulen unterstützt, was knapp der Hälfte der dortigen Pflichtschulen entspricht.

Quelle: APA Science