Digitale Kompetenzen: Kinder gegen Fake News wappnen

Die aktualisierten Leitlinien der EU geben Tipps, wie Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen digital kompetent und resilient gegen Desinformation werden. Eine Methode, die sich als besonders wirksam erweist, ist das Prebunking.

Kind sitzt vor Schule und surft im Internet

Deepfakes und Algorithmen

Wie Kinder in der digitalen Welt sicher und selbstbewusst agieren, das ist eine zentrale Bildungsaufgabe im 21. Jahrhundert. Die EU-Generaldirektion für Bildung, Jugend, Sport und Kultur hat ihre Leitlinien aktualisiert, wie Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen können, Informationen kritisch zu hinterfragen, Quellen zu bewerten und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen. Die neue Version wurde um die Themenfelder KI-generierte Inhalte, Deepfakes, Social-Media-Algorithmen sowie Influencerinnen und Influencer erweitert. Zudem bietet sie mit Prebunking eine Methode, wie Prävention gelingen kann.  

Präventives Prebunking

Diese Methode setzt an, bevor Falschinformation ihre Wirkung entfalten kann: Die Schülerinnen und Schüler lernen die wichtigsten Strategien von Desinformation kennen und lassen sich somit in Zukunft weniger leicht manipulieren. In den Leitlinien findet sich zum Beispiel eine Anleitung für eine Unterrichtseinheit, in der die Schülerinnen und Schüler selbst eine Fälschung erstellen und lernen, woran man diese erkennen kann. 

Praxisnahe Aktivitäten

Auch zu den anderen Themenbereichen bieten die Leitlinien konkrete Unterrichtsanregungen, Aktivitätspläne, praktische Tipps und Hintergrundwissen. Sie zeigen, wie kritisches Denken gefördert, Faktenchecks im Unterricht eingesetzt und digitale Kompetenzen entwickelt werden können. Zudem unterstützen sie Lehrkräfte dabei, sensible Themen wie Desinformation, Verschwörungserzählungen oder KI-generierte Inhalte altersgerecht und praxisnah zu behandeln.

Zu den Leitlinien