Quereinsteiger warten teils lange auf Gehaltseinstufung

Nur Grundgehalt erhalten
Nach dem Quereinstieg warten Lehrkräfte mitunter mehr als ein Jahr auf ihre Gehaltseinstufung. Das berichten das Ö1-Morgenjournal und die Tageszeitung Heute. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten zwar das Grundgehalt, allerdings kann sich die Anrechnung der Vordienstzeiten und damit die Ermittlung des tatsächlichen Gehalts verzögern. Die Probleme sind schon länger bekannt, auch bei der Volksanwaltschaft kennt man Beschwerden wegen der langwierigen Anrechnung von Vordienstzeiten.
Komplexe Berechnung
Die Bildungsdirektionen verweisen auf die rechtlichen Rahmenbedingungen: Die Vordienstzeiten können erst nach Dienstantritt erhoben werden und sind insbesonders bei einem Quereinstieg zeitaufwendig und komplex - vor allem bei der Kombination aus privatwirtschaftlicher und freiberuflicher Tätigkeit. In besonderen Fällen müsse eine Beurteilung der Anrechenbarkeit durch das Bildungsministerium erfolgen.
“Unerträglicher Zustand”
Lehrergewerkschafter Paul Kimberger kritisiert im Ö1-Morgenjournal den “unerträglichen Zustand” und befürchtet, dass die Motivation der neuen Lehrkräfte unter der langen Wartezeit leidet. Laut der Gewerkschaft ÖPU führe die Verzögerung zu massiven finanziellen Verlusten. Hinzu komme, dass die Nachzahlung unverzinst erfolge. Aufgrund der meist hohen, einmaligen Nachzahlung ergebe sich zudem eine höhere Versteuerung, berichtet Heute.
Bildungsministerium verspricht Beschleunigung
Das Bildungsministerium will sich gemeinsam mit dem inhaltlich zuständigen Bundeskanzleramt dafür einsetzen, dass Vordienstzeiten in Zukunft schneller angerechnet werden.