Volksschulen erfahren vorab, wo sie im Vergleich stehen

Ab Herbst werden standortbezogene Schuldaten von Volksschulen veröffentlicht, etwa zur Klassengröße oder den Ergebnissen von iKM PLUS. Die Direktionen erhalten nun vorab Einblick in ihre Informationen. Bildungsminister Wiederkehr verspricht mehr Transparenz für Eltern und die Weiterentwicklung der Schulen.

Kinder in der Volksschule

Volksschulen als Vorreiter

Mehr Transparenz im Bildungssystem und faktenbasierte Diskussion über Bildung: Das verspricht Bildungsminister Christoph Wiederkehr, wenn ab Herbst standortbezogene Schuldaten veröffentlicht werden. Den Anfang machen 2026 die Volksschulen, 2027 folgt die Sekundarstufe I und nachfolgend die Sekundarstufe II. Als Vorbereitung auf die bevorstehende Veröffentlichung haben die Direktionen der Volksschulen die Daten zu ihrem Standort erhalten, um sie einzuordnen und sich auf die Veröffentlichung vorzubereiten. 

Von Klassengröße bis iKM PLUS

Publiziert werden die Durchschnittswerte der vergangenen drei Jahre:

  • Anzahl der Schülerinnen und Schüler
  • Anzahl der Klassen
  • Durchschnittliche Klassengröße
  • iKM PLUS Schulmittelwert Deutsch Lesen im unteren/mittleren/oberen Drittel vergleichbarer Schulen
  • iKM PLUS Schulmittelwert Mathematik im unteren/mittleren/oberen Drittel vergleichbarer Schulen

Keine absoluten Werte

Die Ergebnisse der individuellen Kompetenzmessung (iKM PLUS) werden als Mittelwert der drei Testungen 2022/23, 2023/24 und 2024/25 ausgewiesen, und zwar nicht absolut, sondern im Vergleich zu Schulen mit ähnlichen Rahmenbedingungen – also, ob die Ergebnisse der Schule im oberen, mittleren oder unteren Drittel vergleichbarer Schulen liegen. Das soll Rankings und unsachliche Vergleiche verhindern, heißt es aus dem Bildungsministerium. In Zukunft sollen auch laufende Projekte, pädagogische Schwerpunkte oder das gelebte Schulklima kommuniziert werden. 

“Schulen nicht allein lassen”

„Die Schulen werden mit diesem Prozess nicht allein gelassen", sagt Wiederkehr. “Deshalb setzen wir auf frühzeitige Information, intensive Begleitung und laufenden Austausch mit den Schulstandorten.” Die Direktorinnen und Direktoren der Volksschulen können sich in wöchentlichen Sprechstunden über die bevorstehende Veröffentlichung, die dargestellten Daten sowie deren Einordnung und Interpretation informieren.

Es geht nicht um Rankings, sondern um die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht, basierend auf Evidenzen und Daten. Ich möchte, dass die Schulen voneinander lernen können und wir wollen die Weiterentwicklung der Standorte gezielt unterstützen. Außerdem soll den Erziehungsberechtigten ein transparentes Bild gezeigt werden. 

Christoph Wiederkehr , Bildungsminister