Plan Z: Rettung oder Risiko?

Ist Plan Z die letzte Rettung für das Schulsystem oder der Anfang vom Ende? Beim BundeslehrerInnentag stand genau diese Frage im Zentrum einer prominent besetzten Podiumsdiskussion. Vertreter aus FCG, GÖD, ÖPU sowie den Zentralausschüssen für AHS und BMHS analysierten die Reformpläne aus Sicht der Praxis. Deutlich wurde: Die Erwartungen an die angekündigten Maßnahmen sind hoch.

Reform zwischen Hoffnung und Skepsis

Unter dem Titel „Plan Z: Die ‚letzte‘ Rettung oder doch nur der Anfang vom Ende?“ diskutierten Mag. Werner Hittenberger, Mag.a Claudia Gaigg, MMag.a Barbara Schweighofer-Maderbacher, Mag. Roland Gangl, Mag.a Eva Guserle und Mag. Herbert Weiß über die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen. Mehrere Wortmeldungen machten deutlich, dass Reformen nur dann Akzeptanz finden, wenn sie im Schulalltag tatsächlich spürbar werden.

Lehrermangel als Kernproblem

Ein zentraler Ausgangspunkt der Debatte war der anhaltende Lehrermangel. Der verstärkte Einsatz von Studierenden und Quereinsteigern wird vielerorts als Notlösung erlebt. Plan Z müsse daher vor allem strukturelle Verbesserungen bringen und den Lehrberuf nachhaltig attraktiver machen.

Fächerstruktur im Fokus

Kontrovers diskutiert wurden mögliche Verschiebungen im Fächerkanon, insbesondere im Zusammenhang mit Medien und Demokratiebildung. Dabei ging es auch um die Rolle klassischer Fächer wie Latein und lebende Fremdsprachen. Mehrere Podiumsteilnehmer betonten deren Bedeutung für Sprachreflexion, Allgemeinbildung und vertiefte Kompetenzen.

Entscheidung mit Signalwirkung

Die Diskussion zeigte, dass Plan Z als richtungsweisend wahrgenommen wird. Ob die Maßnahmen als Rettungsschritt oder als problematische Weichenstellung bewertet werden, hängt aus Sicht der Diskutierenden davon ab, ob ausreichend Ressourcen und echte Entlastung an den Schulstandorten ankommen.

BundeslehrerInnentag 2026