Bildungsminister Wiederkehr gibt Startschuss für Plan Z im "GRG 15 Auf der Schmelz"

Zentrales Anliegen von Minister Wiederkehr: Bildung soll nicht nur verwaltet, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden. Grundlage dafür ist ein breit angelegter Beteiligungsprozess – über 46.000 Menschen haben sich bereits eingebracht. Besonders deutlich wurde dabei: Soziale Kompetenzen gelten als wichtigste Bildungsaufgabe, gleichzeitig wird der Umgang mit Social Media und KI als große Herausforderung gesehen.
Fünf zentrale Handlungsfelder
Der „Plan Zukunft“ setzt auf fünf Schwerpunkte, die Wiederkehr zu Beginn kurz umriss:
- Frühe Förderung: Stärkung der Elementarpädagogik als Basis für Bildungserfolg
- Neue Inhalte für 10–14-Jährige: u. a. Finanzbildung, Demokratiebildung und Berufsorientierung
- Sicherung der Grundkompetenzen: Lesen, Schreiben und Rechnen als verbindliche Basis („Mittlere Reife“)
- Nutzung von Leistungsdaten für gezielte Schulentwicklung
- Praxisnähere Lehrkräfteausbildung und stärkere Verzahnung der Ausbildungswege
Schulen sollen zudem Orte sein, an denen Schüler:innen und Lehrkräfte gerne lernen und arbeiten. Dafür braucht es mehr Freiraum für Schulen, weniger Bürokratie und stärkere Unterstützung für Schulleitungen.
Stimmen aus der Praxis
Auf der Zukunftscouch nahmen neben Bildungsminister Wiederkehr noch die Schulleiterin des GRG 15, Judith Binder sowie Schulsprecher Nikolas Simonovic Platz und brachten ihre Perspektiven im Rahmen von Interviewfragen der Moderatorin ein. Simonovic forderte mehr Einbindung digitaler Themen, Raum für Demokratiebildung und unterstrich die Wichtigkeit von Schulgemeinschaft sowie Mental Health. Bildungsminister Wiederkehr betonte, dass grundlegende Lernprozesse zunächst ohne KI stattfinden sollten. Binder unterstrich zudem die Bedeutung von Schulautonomie, multiprofessionellen Teams und externer Expertise.
Blick nach vorne
Bis 2028 soll sich spürbar zeigen, dass Schüler:innen bessere Leistungen erzielen und sich in der Schule wohler fühlen. Der „Plan Zukunft“ versteht sich dabei als konkrete Handlungsanleitung für die Weiterentwicklung des Bildungssystems. Die Reform setzt stark auf Kompetenzen, Differenzierung und Schulentwicklung vor Ort. Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, neue Freiräume dafür tatsächlich im Unterricht und Schulalltag nutzbar zu machen.
