Schulleitung als gemeinsame Herausforderung
Austausch über Systemgrenzen hinweg
Im Rahmen des Pilotprojekts arbeiten neun Wiener Schulleitungen und neun Führungskräfte aus der Wirtschaft über einen Zeitraum von rund zehn Monaten in Mentoring-Tandems zusammen. In mehreren persönlichen Treffen tauschen sie Erfahrungen aus und beschäftigen sich mit Fragen der Führung, Organisationsentwicklung und Schulentwicklung. Ergänzt wird das Programm durch Workshops und gemeinsame Reflexionsformate.
Führung als gemeinsame Herausforderung
Die Idee hinter dem Programm: Viele Herausforderungen von Schulleitungen ähneln jenen von Führungskräften in Unternehmen. Beide müssen Teams führen, Veränderungen gestalten und Organisationen weiterentwickeln. Gleichzeitig unterscheiden sich die Rahmenbedingungen oft deutlich. Der Austausch eröffnet daher neue Perspektiven und ermöglicht einen Blick über die Grenzen des eigenen Systems hinaus.
Neue Impulse für Schulen
Für die teilnehmenden Schulleitungen bietet das Mentoring die Möglichkeit, neue Führungskonzepte kennenzulernen und Erfahrungen aus anderen Organisationsformen mitzunehmen. Der Fokus liegt dabei nicht auf theoretischen Modellen, sondern auf konkreten Erfahrungen und individuellem Feedback aus der Praxis. Die Gespräche sollen dabei helfen, Herausforderungen im Schulalltag aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Auch die Wirtschaft profitiert
Nicht nur Schulen ziehen Nutzen aus dem Austausch. Führungskräfte aus der Wirtschaft erhalten Einblicke in die Arbeit von Schulen und die Herausforderungen moderner Schulführung. Themen wie Diversität, Persönlichkeitsentwicklung oder die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessengruppen spielen dabei ebenso eine Rolle wie Fragen der Organisationsentwicklung und des gesellschaftlichen Wandels.
Pilotprojekt mit Zukunft
Das Programm wird wissenschaftlich von der Pädagogischen Hochschule Wien begleitet und evaluiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Format weiterzuentwickeln und langfristig in der Fortbildung von Schulleitungen zu verankern. Langfristig könnte das Cross-Mentoring auch auf weitere Regionen ausgeweitet werden und damit einen Beitrag zur Stärkung von Führungskompetenz und Innovation im österreichischen Bildungssystem leisten.