Künstliche Intelligenz braucht Frauenpower

Das Zukunftsforum des Frauenreferates Oberösterreich stand heuer ganz im Zeichen der Vielfalt bei künstlicher Intelligenz. Im Fokus stand dabei der Mangel an weiblichen Technikerinnen in der Digitaltechnologie-Branche. Rund 400 Gäste nahmen am Diskursabend teil.



Frauen gestalten die Zukunft

Geht es um digitale Technologien, denken viele im ersten Moment an Apps, dabei nehmen aber auch SmartHomes, selbstgesteuerte Fahrzeuge und Homeassistenten wie etwa Alexa, eine immer größere Rolle in unserem Alltag ein. Diese Tatsache lässt auch den Ruf nach weiblichen Technikerinnen laut werden, um eine gendergerechte Robotertechnologie schaffen zu können. "Künstliche Intelligenz mit weiblicher Hand gestalten, da liegt die Chance!" meint die oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Prognose für 2020: 20% der Menschen sprechen öfter mit Alexa & Co als mit ihren PartnerInnen

Und auch Zukunftsforscher Matthias Horx sowie Innovationsforscherin Dr. Sabine Köszegi von der TU Wien, zeigten in ihren Vorträgen beim Zukunftsforum, wie wichtig ein weiblicher Einfluss bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz ist. So reagieren etwa Sprachassistenzsysteme auf sexistische Äußerungen der NutzerInnen häufig stereotyp und unangemessen. Das Rollenverhalten von Männern und Frauen wird dabei 1:1 aus dem normalen Leben übernommen. Eine weitere Entwicklung, die beim Thema "künstliche Intelligenz" nicht außer Acht gelassen werden darf, ist laut Dr. Köszegi der sozial-gesellschaftliche Einfluss. So würden laut wissenschaftlichen Prognosen bereits nächstes Jahr 20% der Menschheit öfter mit Alexa und Co sprechen, als mit ihren PartnerInnen. Vor allem in asiatischen Ländern sei dies schon ein Problem,"hier gibt es Menschen, die schon seit Jahren nicht mehr vor die Haustüre gegangen sind", sagt Dr. Köszegi.

Ich würde vor Scham erröten, wenn ich könnte!?


Die Zukunft von Technik & Gesellschaft