Filterprogramme oder Internet-Regeln?

© Natali_Mis/iStock/Thinkstock
© Natali_Mis/iStock/Thinkstock

Gerade bei jüngeren Kindern werden gerne Filterprogramme eingesetzt, um zu verhindern, dass sie ungeeignete Seiten im Web öffnen. Wir haben uns angesehen, welche Bedeutung Filterprogramme in oö. Haushalten haben und wie es mit Internet-Regeln aussieht.

Einsatz v. Filterprogrammen im Haushalt (3- bis 10-Jährige)
Internet-Regeln in oö. Haushalten mit Kindern

Filterprogramme versus Internet-Regeln

63 % der Eltern von 3- bis 10-jährigen Kindern sind überzeugt, dass Kinder nur mit Filterprogrammen im Internet surfen sollen. Dennoch setzt nur 1/3 der Eltern auch Filterprogramme ein. Grund dafür ist, dass der Großteil der Eltern davon ausgeht, dass die Filterprogramme nicht notwendig sind, weil das Kind nur gemeinsam mit einem Elternteil im Internet surft, das Kind ohnehin kaum im Internet surft oder das eigene Kind keine derartigen Seiten besucht. (Oö. Kinder-Medien-Studie 2016)

Internet-Regeln werden hingegen in 73 % der Haushalte, in denen 3- bis 10-jährige Kinder wohnen, vereinbart. Meist gibt es ein Online-Shopping-Verbot, die Nutzungsdauer wird beschränkt und es dürfen keine persönlichen Daten preigegeben werden. (Oö. Kinder-Medien-Studie 2016)

Bei den älteren Kindern verlieren Filterprogramme immer mehr an Bedeutung. Nur noch 36 % der Eltern von 11- bis 18-Jährigen sind von Filterprogrammen überzeugt. (Oö. Jugend-Medien-Studie 2017)


Was meinen Sie?

Internet-Regeln in den oö. Haushalten mit Kindern sind wichtig, aber halten sich die Kinder auch daran, dass sie z.B. bestimmte Seiten nicht besuchen dürfen? Oder ist es gerade der Reiz des Verbotenen, solche Seiten zu öffnen. Was meinen Sie, wieviele Kinder (6 bis 10 Jahre) geben zu, dass sie schon einmal verbotene Webseiten besucht haben.

  • 9 %
  • 39 %
  • 79 %

Zur Auflösung


In einem dynamischen Medium wie dem Internet kann es natürlich immer passieren, dass Kinder und Jugendliche auf unpassende Inhalte stoßen. Eigenständige Filterprogramme bzw. auch der Browser oder Browsererweiterungen können dabei hilfreich sein. Filter sind aber niemals perfekt und je älter die Kinder werden, desto eher können die Filter auch umgangen werden. Gespräche über die Internetnutzung sowie eine aktive Medienbildung sind also unumgänglich.

DI(FH) bernhard Füchsl (Abteilungsleitung Mediendistribution)


Lesen Sie auch

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
06.04.2017
Link
https://www.schule.at/news/detail/filterprogramme-und-internet-regeln.html
Kostenpflichtig
nein