Schulstart 2020 mit Abstand und Comeback der Maskenpflicht

© izusek / Getty Images

Aufgeteilte Gruppen, viel Abstand und das Tragen des Mund-Nasen Schutzes: Mit diesem ungewohnten Bild hat nun auch für rund 621.000 SchülerInnen in den restlichen Bundesländern das neue Schuljahr begonnen.



Die Maske ist Pflicht

Ab heute heißt es auch für die SchülerInnen in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg ab sofort wieder: Zurück in die Schule, unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen natürlich: Maskenpflicht am Weg in die Klassen, Hände desinfizieren und ein Babyelefant Abstand! Denn auch in Zeiten von Corona muss Schule funktionieren, so die Direktorin des BRG Wels, Karin Schachner:

„Es ist alles eine große Herausforderung aber gemeinsam mit dem Krisenteam, engagierten KollegInnen und der Mithilfe von Eltern und SchülerInnen, schaffen wir das!“.

Der diesjährige Schulbeginn sei im BRG Wallererstraße ganz anders organisiert gewesen als noch vergangenes Jahr: Man hatte einen kontrollierten Schuleingang mit Desinfektions-Spendern für alle SchülerInnen ab der zweiten Klasse. Die SchülerInnen der ersten Klasse, versammelten sich gemeinsam mit ihren Eltern vor der Schule in Kleingruppen und wurden dann in eigene Räume begleitet, wo klassenintern die obligatorischen Begrüßungen zum neuen Schuljahr stattfanden.


Achtsamkeit wird immer wichtiger

Corona bedingt müssen ab sofort auch wieder an allen Schulstandorten außerhalb des Klassenzimmers Masken getragen werden. Abgenommen werden darf der Mund-Nasen-Schutz nur am Sitzplatz in der Klasse, am Pausenhof oder im Turnsaal. Außerdem achtet man im BRG Wallererstraße darauf, dass SchülerInnen immer rechts an den Wänden entlang gehen, nicht rennen und sich regelmäßig die Hände waschen. Dieses Verhalten soll laut ExpertInnen die Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus drastisch reduzieren. Des Weiteren wurden bei der offiziellen Begrüßung die Eltern einmal mehr darum gebeten, kranke Kinder nicht in die Schule zu schicken.


Corona-Ampel soll für Schutz und Überblick sorgen

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Verdachts- oder Erkrankungsfall in einer Klasse kommen, wird der/die betroffene SchülerIn in einem dafür vorgesehenen Raum isoliert. Das Gesundheitsamt wird informiert und erst danach werden weitere Schritte eingeleitet. Für zusätzliche Sicherheit sorgt laut Karin Schachner auch die neu eingeführte Corona-Ampel. Je nach Ampelphase sind in den Schulen dann unterschiedliche Maßnahmen zu setzen.


Im Notfall für Distance-Learning gerüstet

Laut Schachner sei man im Fall der Fälle aber auch auf eine erneute Distance-Learning Phase gut vorbereitet. In den Sommerferien habe man evaluiert, nachgebessert und zuvor genutzte Tools weiter optimiert! Im Falle eines erneuten Lockdowns sei es wichtig, SchülerInnen eine einheitliche Lernumgebung anzubieten, wo Lernmaterialien & Abgabeordner zur Verfügung gestellt werden, aber vor allem auch ein einheitliches Schulkommunikationssystem mit nur – und dieser Wunsch kam vor allem von Elternseite - einer einzigen Plattform für Videokonferenzen. Obwohl man für eine Umstellung auf Home-Schooling gut vorbereitet wäre, habe der Lockdown im vergangenen Schuljahr Eltern wie PädagogInnen viel abverlangt und manche SchülerInnen hatten Schwierigkeiten, ihr Lernniveau zu halten. Für das bevorstehende Schuljahr wünscht sich Karin Schachner deshalb vor allem eines: Gesundheit für SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte und die Möglichkeit, den normalen Schulbetrieb mit Präsenzunterricht halten zu können.