Fachvorträge - immer top informiert

Hier finden Sie ausgewählte BildungsTV Fachvorträge zu den Themen. BildungsTV ist ein Service der Education Group GmbH.

  • Zwischen Multikulturalität und Leitkultur: Ethik in der Schule


    Dr. Christian Schacherreiter ist Germanist und war mehrere Jahre lang als Direktor am Georg von Peuerbach Gymnasium in Linz tätig. In dieser Zeit hat er gute Erfahrungen mit dem Unterrichtsfach Ethik gemacht. Auch er fordert, dass Ethik und Sozialkunde für jeden Schüler verpflichtend eingeführt werden soll. In seiner Laufbahn habe er auch viele engagierte und gute Lehrkräfte kennengelernt, die mit großer Motivation Ethik unterrichtet haben. Er sieht außerdem einen groben Stillstand in der Politik und fordert die Verantwortlichen auf, endlich einen Schlussstrich unter den Schulversuch zu setzen und Ethik für alle einzuführen.


    Dr. Kai-Uwe Hellmann: Gottesersatz und Schuldenspirale - Geld und Konsum im Hinblick auf Jugendliche


    Dr. Kai-Uwe Hellmann ist Professor für Konsum- und Wirtschaftssoziologie an der TU Berlin und thematisiert in seinem Vortrag die Konsumgesellschaft, in der wir leben und deren Auswirkungen auf die Jugend von heute. Zudem geht er auf die Bedeutung des Geldes ein und zitiert dabei den Philosophen und Soziologen Georg Simmel. Für diesen ist Geld so universal einsetzbar und für alles nutzbar, dass es eine gottgleiche Verbindung aufweise. Die Verlockung des Geldes trifft natürlich auch Jugendliche, denen es aber an Erfahrung im Umgang mit Geld fehlt, diese Kombination kann schnell in die Schuldenspirale führen.

    Zum Abschluss stellt Hellmann noch Fragen zum Weiterdenken: Wie vorbildlich und glaubwürdig sind wir Erwachsenen? Ermöglicht Konsum universale Teilhabe an der Gesellschaft? Haben Verschuldner eine soziale Funktion?


    MMMMMag. Helene Stockinger: Interreligiösität in Kindertageseinrichtungen


    Kinder mit verschiedensten Religionszugehörigkeiten besuchen oö. Kindergärten, was Chancen und Herausforderungen im Kindergartenalltag mit sich bringen kann. Ausgehend von einem Forschungsprojekt in Kindergärten in katholischer und islamischer Trägerschaft werden Umgangsformen mit religiöser Vielfalt in Kindergärten diskutiert. Dabei ist die Frage leitend, wie der Kindergarten zu einem "safe space" werden kann, in dem sich Kinder mit ihrer jeweiligen Religion wertgeschätzt und zugehörig fühlen.


    Regina Polak: Wertelandschaft Zukunft - Was für junge Menschen wertvoll ist und wie eine Region ihr Vertrauen gewinnen kann-


    Regina Polak, von der katholisch-theologischen Fakultät der Uni Wien, spricht in ihrem Vortrag unter anderem über eine gespaltene Jugend. Auf der einen Seite sieht sie junge, gewaltbereite Menschen ohne Perspektive, die sich im rechtsradikalen Milieu wiederfinden, auf der anderen Seite aber auch Jugendliche mit humanistischer Einstellung. Was prägt unsere Jugend und was sind ihre wahren Werte? Kann man überhaupt von DER Jugend sprechen?


    Fragerunde Mathilde Schwabeneder zum Buch "Auf der Flucht"


    Im Anschluss an die Buchpräsentation stand die Autorin Mathilde Schwabeneder noch für zahlreiche Fragen zur Verfügung. Welche Hilfestellungen leisten die ehemaligen Kolonialmächte in den Krisengebieten? Wie schätzt die Autorin die mangelnde Solidarität von Tschechien, der Slowakei, Polen oder Ungarn ein? Wie wird in Nord- und Süditalien mit der Flüchtlingsproblematik umgegangen? Gibt es hier Unterschiede? Auf diese und weitere Fragen geht Mathilde Schwabeneder ein und schildert ihre ganz persönliche Sicht der Situation.


    Margret Rasfeld: Was wirklich zählt: Beziehung, Wertschätzung, Verantwortung, Sinn


    Margret Rasfeld, Schulleiterin Evangelische Schule Berlin Zentrum, spricht über eine wertschätzende Lern- und Beziehungskultur, die ein maßgeblicher Schlüssel für das Lernen ist. Lernen braucht Begeisterung. Begeisterung braucht Bedeutsamkeit. Bedeutsamkeit braucht Sinn. Welche Bedingungen braucht es, damit eine Kultur der Potenzialentfaltung, Erfahrungen von Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit, inklusives Lernen gelingen können? Diesen Fragen geht Rasfeld in ihrem Vortrag nach.


    Petra Ramsauer: Islamismus, Extremismus, Terrorismus und die Revolution im Nahen Osten.


    Die Buchautorin ("Die Muslimbruderschaft") und Kriegsreporterin Mag. Petra Ramsauer versucht die Hintergründe der Entwicklungen im Nahen Osten zu erklären. Sie geht vor allem auf die Muslimbruderschaft ein, die die Basis für den politischen Islam bildet. Sie mahnt, man dürfe das Christentum nicht mit dem Islam vergleichen, da mache man "einen großen Fehler". "Denn der Islam ist eine politische Bewegung, keine religiöse", so Ramsauer. Zur Vermeidung von Radikalisierung ist für die Journalistin vor allem die "Begegnung auf Augenhöhe" ein bedeutender Faktor. Petra Ramsauer war in ihrer journalistischen Tätigkeit in Terroristen-Ausbildungslagern und hatte Kontakt mit Gruppen wie der Hamas. Im Vortrag schildert sie detailliert ihre Erfahrungen.


    Hollerwöger: Jugendliche auf der Flucht


    Otto Hollerwöger ist Sozialpädagoge und Leiter des Projekts Caravan, einer Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Er schildert die oft unmenschliche Flucht aus Krisenregionen, die beispielsweise aus Afghanistan über den Iran, die Türkei und Griechenland nach Italien führt und dann in Österreich endet - wo die Flüchtlinge dann Asyl bekommen, oder auch nicht ...


    Gespräch mit Stephan Sigg


    Im Interview erzählt der 28jährige Autor und Journalist wie er zum Schreiben gekommen ist, was er von Gebeten, Religionsunterricht und der Firmung hält und wieso es nicht an der Jugend liegen darf, dass Kirche fit für Social Media wird.


    Die Europäische Union unter der Lupe


    Beim diesjährigen "Bildung ohne Grenzen" Symposium der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich wurde die europäische Dimension in der Bildung aus verschiedensten Perspektiven wie Schule, Gesellschaft, Ethik, Politik und Wissenschaft mithilfe namhafter Referenten beleuchtet.


    Religion im Bildungsprozess


    Wieviel Religion braucht/verträgt ein gebildeter Mensch? Dieser Frage geht Prof. Clemens Sedmak in seinem Vortrag zur Bedeutung von Religion und Ethik im Bildungsprzess nach. Den Vortrag hielt er im Rahmen der zweiten Veranstaltung zum oö. Schwerpunktjahr zur "Menschbildung.Menschenbilder".


    Zu Clemens Sedmak


    Clemens Sedmak ist ein österreichischer Theologe und Philosophieprofessor am King?s College London, Universität London, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sowie Präsident des ifz-salzburg. internationales forschungszentrum für soziale und ethische Fragen.


    195.230.172.167/cms_bit/upload/Lebenslauf_Clemens_Sedmak_SD.pdf
    Lebenslauf Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak

    menschenbildung.eduhi.at/index.htm
    "Menschenbilder.Menschenbildung"


    Ist unsere Welt noch zu retten?


    Der Evangelische Bischof Michael Bünker und der Kabarettist Thomas Maurer diskutierten im Kepler Salon, ob unsere Welt noch zu retten sei - und wenn ja: Werden wir noch was zu lachen haben? Trotz des ernsten Themas war es ein mehr als unterhaltsamer Abend - die Antwort zur Weltrettung sehen Sie im Beitrag!


  • Unethische Bildungspolitik - 20 Jahre Schulversuch Ethik


    Für den Religionspädagogen und Buchautor Dr. Anton Bucher von der Universität Salzburg ist es unumgänglich, dass über kurz oder lang der Ethikunterricht für alle Schüler stattfinden soll. Er sieht vor allem in der Politik die Gründe dafür, dass der Schulversuch Ethik bereits über 20 Jahre andauert. Für Bucher ist es aber wichtig, künftig allen Schülern einen einheitlichen und umfassenden Ethikunterricht nahebringen zu können. Er fordert einen Ethikunterricht, der nicht nur die Religionen umfasst, er solle vielmehr auch Werte wie Toleranz und Mündigkeit vermitteln.


    Pfarrer Schießler: Auftreten statt Austreten


    Rainer Maria Schießler ist Pfarrer in München St. Maximilian. Mit seiner besonderen Art sticht er heraus. Er ist nicht der typische Pfarrer. Schießler trifft man sowohl als Kellner am Münchner Oktoberfest als auch als "Entertainer" in der Kirche. Der Buchautor hält auch mal Messen für Autos oder Tiere oder schenkt zu Weihnachten in der Mette Sekt aus! In seinem Vortrag geht er auf die Kirchenaussteiger ein. Er stellt außerdem die Frage nach dem "Warum".


    Dr. Paul M. Zulehner: Kirchliche Kindertagesstätten in einer bunten Gesellschaft


    „Wir sind kein katholisches Land mehr – Religiöse Vielfalt ist die neue Dimension!“ damit bringt es der Theologe und Werteforscher Paul Zulehner auf den Punkt. Viele sehen aber Interreligiosität als Gefahr und nicht als Chance. Der Werteforscher begründet dies mit der vorherrschenden Angst in unserer Gesellschaft. Deshalb sei es laut Zulehner, heute noch viel wichtiger bereits den Kindern ihre Ängste zu nehmen und ihr Vertrauen in das Leben und ihre Mitmenschen zu stärken, denn nur so könnten aus ihnen liebende Menschen werden, die für eine friedliche Zukunft so wichtig seien, betont der Theologe.


    Dr. Karin Kneissl: Der uns so nahe Osten: Menschliche Tragödien und Europas Zukunft


    Die Nahost-Expertin Dr. Karin Kneissl nimmt sich in ihrem Vortrag bei der Generalversammlung des Christlichen Lehrervereins (CLV) einer ganz aktuellen Thematik an - den flüchtenden Menschen aus dem Nahen Osten. Wo der Ursprung dieser Flüchtlingskrise liegt, was bei der Herangehensweise der Situation schief gelaufen ist und welche Auswirkungen die Flüchtlingsströme auf uns und unsere Schulen hat, erläutert Kneissl in ihrem Vortrag.


    DDr. Franz Gmainer-Pranzl: Religionen und die Macht von Differenzen


    „Es geht darum den interreligiösen Dialog aus dem exotischen Eck herauszuholen,“ so beginnt DDr. Franz Gmainer-Pranzl seinen Vortrag an der PH der Diözese Linz. Er beschreibt interreligiösen Dialog als keine idyllische Veranstaltung, sondern als gesellschaftskritische und „intersektionale“ Auseinandersetzung. Dieser Dialog betreffe unterschiedliche Aspekte des öffentlichen Lebens, meint der Theologe.


    Kilian Kleinschmidt: Weil es um die Menschen geht


    Kilian Kleinschmidt leitete bis Novemeber 2014 das mit bis zu 100.000 Bewohnern zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt, Zataari im Norden Jordaniens. Im Moment berät er die österreische Bundesregierung bei der Frage nach den Erstaufnahmezentren. Sein Credo lautet: "Nach dem, was diese Menschen alles durchgemacht haben, geht es darum, deren Selbstwertgefühl wieder aufzubauen."


    Heinz Patzelt: Menschenrechtsbildung an Schulen


    Die Angebote, die man derzeit zur Extremismusprävention findet "sind breit gefächert, widersprüchlich, inhaltsleer - auf gut deutsch würd ich sagen, keiner kennt sich aus und keiner hat ein Patentrezept gefunden", stellt Mag. Heinz Patzelt von Amnesty International (AI) Österreich fest. Problematisch sieht der AI Generalsekretär, dass alle Religionsgemeinschaften meinen, über der staatlichen Ordnung angesiedelt zu sein. Für Patzelt sollten die Menschenrechte Leitfunktion haben, woran sich alle orientieren können. "Wer zuerst Islam lernt und dann Menschenrechte und staatliche Ordnung á la Österreich - da habe ich meine Sorge, ob das dann in der richtigen Glaubwürdigkeit und in der richtigen Intensität herüberkommen kann", so Patzelt. "In Summe wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir qualifizierten Menschenrechtsunterricht brauchen, der in einer Form stattfinden muss [...], dass er bei den Ihnen anvertrauten Jugendlichen auch wirklich ankommt", schlägt Patzelt vor.


    Gmainer-Pranzl: Ist Allah auch der liebe Gott?


    Religion, Glaube, Interreligiösität, das friedliche Zusammenleben von verschiedenen Kulturen, Glaubensgemeinschaften oder ethnischen Gruppen - diese Themen sind aktueller denn je. Dr. Franz Gmainer-Pranzl, der Leiter des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen (Uni Salzburg), erläutert in seinem Referat an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz die Ansätze interreligiösen Lernens und gibt Anregungen, wie die Begegnung zwischen den Religionen funktionieren kann. Gmainer-Pranzl nennt vier Ebenen, auf denen man interreligiöse Dialoge wahrnehmen kann: Im Dialog des Lebens, des Handelns, des theologischen Austausches und der religiösen Erfahrung.


    Finger: Fürchte dich nicht, ich bin da!


    Professor Dr. Mag. Kurt Finger geht in seinem Vortrag auf die Persönlichkeitsentwicklung durch eine religionspädagogische Begleitung ein. Er stellt sich in seinem Referat die Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und er stellt auch die Frage nach dem Sinn. Die Aufgabe der Bildungsarbeit in Kinderbetreuungseinrichtungen soll Impulse für die zukünftige Gestaltung des eigenen Lebens setzen und soll helfen, Persönlichkeit zu entwickeln. Er hat den Vortrag im Rahmen der KindergartenpädagogInnen Fortbildung im Februar 2014 im Donau-Forum in Linz gehalten.


    Interkulturelle Aspekte der Integration


    Mari Steindl (Interkulturelles Zentrum) und Amani Abuzahra (Philosophin, Islamische Glaubensgemeinschaft) erzählen bei der Enquete "Ich bin andersGLEICH" von sehr persönlichen Erfahrungen und Praxisbeispielen, die sie mit dem Thema Intergration gemacht haben.


    Interview Albert Wunsch über Erziehung


    Wer gezielt Unannehmlichkeiten und Herausforderungen von Kindern fernhält und meint, ihnen damit Gutes zu tun, nimmt ihnen die Chance, die später notwendige Kraft und Konfliktfähigkeit zu erlernen, um eine eigenverantwortliche Persönlichkeit zu werden.

    Albert Wunsch fordert deshalb, Kindern und Jugendlichen bewusst Herausforderungen zuzumuten, ohne sie dabei sich selbst zu überlassen. Wenn Eltern und Erzieher ermutigen, klare Orientierung bieten, konsequent sind, Grenzen verdeutlichen und wohlwollendes Verhalten zeigen, fördern sie die Eigenständigkeit ihrer Kinder am besten.

    Zur Person
    Albert Wunsch ist Diplom-Sozialpädagoge, Kunst- und Werklehrer, Diplom Pädagoge, Psychologe und promovierter Erziehungswissenschaftler (Fächerkombination Pädagogik, Psychologie und Kunst) und lehrt seit 2004 Konzepte der Eltern-Qualifizierung, Pädagogik der Kindheit, Methoden der Gesprächsführung, Konflikt-Management und Supervision an der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Außerdem hat er Lehraufträge an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Zuvor leitete er über viele Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss.


    Jugendgewalt


    Die verstärkte Gewaltbereitschaft und Aggression Jugendlicher ist deutlich spürbar in den Medien. Gründe dafür sowie Lösungsansätze für ein friedliches Miteinander wurden beim Enquete "Zuhören statt Zuschlagen" besprochen.


    Im Rahmen der Enquete hielt Univ.Prof. DDDr. Clemens Sedmak ein Einleitungsreferat, bei dem er einen großen Bogen über Fakten und Zusammenhänge zum Phänomen Jugendgewalt in unserer Gesellschaft spannt. Jugendgewalt ist ein gesellschaftliches Problem - so erklärt Sedmak die Bedürfnisse, die ein Jugendlicher hat, aber nicht bekommt, die damit verbundene Gangbildung und wie wichtig eine gute Ausbildung in diesem Zusammenhang ist.


    Zu Clemens Sedmak


    Clemens Sedmak ist ein österreichischer Theologe und Philosophieprofessor am King?s College London, Universität London, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sowie Präsident des ifz-salzburg. internationales forschungszentrum für soziale und ethische Fragen.


    195.230.172.167/cms_bit/upload/Lebenslauf_Clemens_Sedmak_SD.pdf
    Lebenslauf Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak